Auch zum Shoppen im Internet: Kreditkarten sind praktisch. Foto: imago images/PhotoAlto

Die Preisspanne bei Kreditkarten ist groß: Im günstigsten Fall zahlen Kunden nichts, bei teuren Anbietern werden hingegen 136 Euro Jahresgebühr fällig. Das ist ein Ergebnis einer Untersuchung von 28 Kreditkarten der Stiftung Warentest. Aber auch ansonsten gibt es große Unterschiede bei den Anbietern. Und im schlimmsten Fall wird die Kreditkarte zur echten Kostenfalle. Was Sie wissen müssen, damit Sie nicht hineintappen – die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Wo entstehen versteckte Kosten bei einer Kreditkarte?

Für Einkäufe im Internet oder auf Reisen werden Kreditkarten besonders gern eingesetzt. Aber Vorsicht, hier lauern mitunter Kosten, die über die eigentliche Jahresgebühr hinausgehen.

Auslandseinsatzgebühren im Ausland: Wer im Ausland Geld in einer anderen Währung abhebt, muss mit einem Aufschlag für den Währungsumrechner rechnen. Der lag im Test selten unter 1,75 Prozent, bei sieben Kreditkarten-Anbietern sogar darüber. Achtung: Diese Gebühr fällt auch an, wenn der Unternehmenssitz des Verkäufers in einem Nicht-Euroland liegt. Das kann beim Online-Shopping zum Problem werden, wenn Sie überhaupt nicht mit den Gebühren rechnen, da der Preis in Euro angegeben ist. Haken Sie im Zweifel bei Ihrer Bank nach.

Bargeldabhebungsgebühren im In- und Ausland: Auch Euroscheine im In- oder Ausland an Automaten oder Schaltern abzuheben ist in vielen Fällen nicht kostenlos. Ihre Bank bestimmt den Preis.

Kreditkosten: Natürlich muss man bei den Kreditkarten Kosten auch die anfallenden Sollzinsen für den in Anspruch genommenen Kreditrahmen berücksichtigen. Hierbei kommt die Höhe maßgeblich auf den Kreditkarten-Typen an.

Warum sollte man von Teilzahlungen bei Kreditkarten absehen und wie ändert man mögliche Voreinstellungen?

Die Teilzahlungsfunktion ist oft vor eingestellt und für den Verbraucher die größte Kostenfalle. Dabei müssen Sie einen Mindestbetrag (meist zwischen 2 und 10 Prozent der Abrechnungssumme) sofort zurückzahlen und können den restlichen Betrag stunden. Wer seine Karte laufend nutzt, häuft so auf Dauer einen beträcht­lichen Schulden­berg an. Und es entstehen hohe Gebühren. Die Zinssätze liegen meist zwischen 10 und 20 Prozent im Jahr. Banken machen es Verbrauchern unterschiedlich schwer, die Teilzahlung zu vermeiden. Bei einigen Banken reicht ein Anruf bei der Service-Hotline oder ein Klick im Online-Banking für das Abstellen der Teilzahlungsfunktion aus. Andere machen das Abstellen aber sogar unmöglich. So auch bei vier der 28 von der Stiftung Warentest getesteten Kreditkarten. Von solchen Angeboten raten Verbraucherschützer und Stiftung Warentest ab.

Was taugen Gold- oder Premium-Kreditkarten?

Banken werben häufig mit Gold- oder Premium-Kreditkarten. Diese bieten Zusatzfunktionen, die über die einer Geldkarte hinausgehen. Gängig sind zum Beispiel inkludierte Reiseversicherungen. Und die sind keine gute Idee. Der Versicherungsschutz ist oft nicht empfehlenswert. Da diese Gold- oder Premium-Kreditkarten teuer sind, sind Verbraucher mit einer Standard-Kreditkarte und einer separaten Versicherung in der Regel besser dran.