Ein kleiner Geldregen kann das Wiederfinden alter D-Mark Münzen und Scheine sein. Foto: Imago/agefotostock

Der Frühjahrsputz steht an und das Haus wird auf den Kopf gestellt. Da kommt so manch ein verborgener Schatz zum Vorschein. Vielleicht auch bei Ihnen? Schauen Sie genau nach. Hinter der Schrankwand. In der letzten Ecke des Tresores. Oder gar in der alten Mehldose. Vielleicht kommen auch Sie ganz ohne „Bares für Rares“ zu einem kleinen, alten-neuen Vermögen. Denn – kein Scherz – in Deutschen Haushalten schlummern irgendwo im Verborgenen noch D-Mark-Scheine und Münzen im Wert von 6,34 Milliarden Euro.

Und nun? Ein Glückspilz ist, wer Geld findet. Selbst wenn es sich um D-Mark handelt – und das, obwohl seit fast zwei Jahrzehnten mit Euro bezahlt wird. Ein Geldfund im eigenen Haus ist keine seltene Ausnahme. Kann man das Geld nach so langer Zeit noch umtauschen? Und wenn ja, wie? Im KURIER geben Experten Antworten.

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Wie viel ist mein Geld wert?

Man kann mit der D-Mark zwar nicht mehr bezahlen, dennoch hat sie immer noch einen Wert! Sollten Sie beim Frühjahrsputz in einem Umschlag an der Schrankrückwand noch Scheine und Münzen der alten Währung finden, können Sie sich freuen. Experten der Arag versichern, dass es möglich ist, ohne Gebühr D-Mark-Bestände bei der Bundesbank umzutauschen. Der amtliche Umtauschkurs liegt unwiderruflich bei 1 Euro für 1,95583 D-Mark. Wenn Sie auf die Schnelle wissen wollen, was der Schatz wert ist: Teilen Sie die Summe in D-Mark einfach durch 1,95583. So wären 1000 DM ca. 511 Euro wert.

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Wie tauscht man um? Bis wann?

Sein altes Geld kann man nach Auskunft der Arag-Experten in jeder Filiale der Deutschen Bundesbank umtauschen. Weil es aufgrund pandemiebedingter Schließungen nicht möglich war, das Geld postalisch umzutauschen, geht das seitdem auch online. Die Bundesbank stellt dazu auf ihrer Website ein Formular mit den relevanten Kontaktdaten zur Verfügung: Geld in den Umschlag oder ins Paket, ausgefülltes Formular beilegen, verschicken! Möchte man mehr als 29.337,45 DM umtauschen, muss man vorher telefonisch oder per E-Mail mit der Bundesbank Kontakt aufnehmen. Verpacken Sie das zu verschickende Geld auf jeden Fall sicher! Insbesondere bei größeren Mengen an Münzen können Umschläge durch das Gewicht leicht reißen! Es gibt keine Frist für den Umtausch alter D-Mark-Bestände.

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Was wird nicht zum Tausch angenommen?

Obwohl das meiste DM-Geld immer noch umgetauscht werden kann, sind einige Münzen und Banknoten vom Tausch ausgeschlossen. Das betrifft sämtliche Noten und Münzen, die vor 1948 in Umlauf gebracht wurden, die 2-DM-Münze der ersten Ausgabe (Prägedatum 1951) und die 50-Mark-Note II (Ausstellungsdatum 1948). Letztere kann aber mit einem besonderen Erstattungsantrag bei jeder Filiale der Bundesbank eingereicht werden. Das gilt auch für beschädigte Scheine, sofern noch mehr als die Hälfte des Scheins unversehrt ist. Münzen und Noten der ehemaligen DDR können nicht mehr umgetauscht werden. Geld der anderen Vorgängerwährungen des Euro kann nur bei den jeweiligen Zentralbanken umgetauscht werden.