Familien sollen einen Einmalbonus in Höhe von 100 Euro pro Kind erhalten, Hartz-IV-Empfänger bekommen 200 Euro extra. Monika Skolimowska/dpa

Heizen wird teurer. Autofahren kann man sich schon kaum noch leisten. Und die Lebensmittelpreise explodieren. Und wer soll das alles noch bezahlen? Jetzt reagiert die Politik auf die Not der Bürger. Der Bundestag hat am Donnerstag ein Entlastungspaket beschlossen. Wer jetzt wie viel Geld bekommt, lesen Sie hier.

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200 Euro für Hartz-IV-Empfänger

Es soll eine Einmalzahlung für Hartz-IV-Bezieher von 200 Euro geben. Sie soll im Juli ausgezahlt werden. Auch Bezieher von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie Empfänger von ergänzenden Hilfen zum Lebensunterhalt nach dem Bundesversorgungsgesetz profitieren von dem einmaligen Zuschlag. Ursprünglich hatte die Koalition lediglich eine Corona-Einmalzahlung in Höhe von 100 Euro vorgesehen.

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100 Euro für alle, die ALG I bekommen

Bezieher von Arbeitslosengeld I bekommen einmalig 100 Euro. Der Zuschuss soll im Juli 2022 ausgezahlt werden. Anspruch darauf haben sollen laut Entwurf all jene, „die im Monat Juli 2022 für mindestens einen Tag Anspruch auf Arbeitslosengeld haben“.

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20 Euro für arme Kinder

Gleichzeitig beschlossen wurde ein Sofortzuschlag von 20 Euro im Monat pro Kind für arme Familien. Er zielt auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Anspruch auf Grundsicherung, Zahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Bundesversorgungsgesetz haben. Auch Familien, die den Kinderzuschlag bekommen, erhalten den Sofortzuschlag.

300 Euro für Arbeitnehmer

Der Bundestag hat auch die Energiepreispauschale von 300 Euro beschlossen, die an Steuerpflichtige ausgezahlt wird. Arbeitnehmer bekommen sie zusammen mit dem Lohn im September ausgezahlt. Die 300 Euro müssen allerdings versteuert werden.

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100 Euro für jedes Kind

Zum Paket gehört auch ein einmaliger Kinderbonus von 100 Euro pro Kind für alle Familien. Derzeit heißt es, dass der Kinderbonus im Juli 2022 in Deutschland ausgezahlt wird und dann auf den Konten von Familien landen soll, die Kindergeld beziehen, ohne dass Eltern irgendetwas Weiteres tun müssen.

Familien mit Kindern bekommen im Juli 100 Euro mehr Kindergeld pro Kind. Imago Images/HalfPoint

363 Euro Steuererleichterung für alle, die Einkommens-Steuererklärung machen

Der Grundfreibetrag in der Einkommensteuer wird um 363 Euro auf 10.347 Euro erhöht. Das gilt rückwirkend zum 1. Januar 2022.

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200 Euro mehr Werbungskosten pauschal absetzbar

Ebenfalls rückwirkend zum 1. Januar 2022 steigt der Arbeitnehmerpauschbetrag für Werbungskosten von 1000 auf 1200 Euro.

3 Cent höhere Pendlerpauschale für Fernpendler

Fernpendler, die 21 oder mehr Kilometer zur Arbeit fahren müssen, können rückwirkend zum 1. Januar 2022 künftig 38 Cent pro Kilometer anrechnen, drei Cent mehr als bisher. Das soll allerdings erst mal nur bis 2026 gelten.