Was für ein irres Tor! Gladbachs Ex-Herthaner Tino Lazaro trifft in Leverkusen mit der Hacke. Foto: AP/Martin Meissner

Dieses 4:3 (2:2) zwischen Leverkusen und Gladbach ist an sich schon ein echtes Spektakel. Doch das schönste Tor fällt erst, als alles fast vorbei ist. Erzielt von Gladbachs Ex-Herthaner Valentino Lazaro. 

Borussia führt zweimal durch Lars Stindl (18./Foulelfer, 29.), zweimal gleich Bayer durch Lucas Alario aus (27., 41.). Als dann Leon Bailey (68.) und Julian Baumgartlinger (82.) für Bayer auf 4:2 stellen, ist alles klar. Bloß gut, dass Schiri Harm Osmers (Hannover) noch Lust hat und fünf Minuten nachspielen lässt. Denn damit macht er erst möglich, was allerbeste Chancen auf das Tor des Jahres hat: Lazaros 3:4 (90.+4).

Patrick Herrmann bringt den Ball von rechts aus in den Strafraum in Richtung des Österreichers, der von 2017 bis 2019 57 Bundesligaspiele für Hertha absolvierte, bevor es ihn zu Inter Mailand zog. Und dann passiert's: Plötzlich liegt Lazaro mit dem Rücken zum Tor seitlich in der Luft, knallt die Kugel mit der rechten Hacke am verduzten Sven Bender vorbei ins linke obere Toreck. Bayer-Keeper Lukas Hradecky kann nur staunend zuschauen. Dieser Scorpion-Kick ist eine Wahnsinns-Zirkusnummer. 

Wenn dieses Kunststück Gladbach schon keinen Zähler einbrachte, bei der Wahl zum Tor des Monats und später dann beim Tor Jahres wird Tino richtig punkten. Wetten?