Marco Reus verpasst erneut eine WM.
Marco Reus verpasst erneut eine WM. dpa/Bernd Thissen

Mit der Wüsten-WM wird Marco Reus endgültig zum größten Pechvogel der deutschen Fußballgeschichte. Der 33-Jährige verpasst in seiner Karriere nicht ein großes Turnier, nicht zwei, nicht drei sondern mit der WM in Katar sein viertes Auswahl-Event. Ursache ist für den Dortmunder ausgerechnet die Sprunggelenksverletzung, die er im September beim 1:0 über den Erzrivalen Schalke 04 erlitt.

Die Nachricht, die Reus schon lange als kommend erahnte, erhielt er per Telefon. Lange hatte Bundestrainer Hansi Flick gehofft. Doch nachdem Reus das Training wegen erneuter Schmerzen abbrechen musste und das Comeback beim VfL-Wolfsburg ins Wasser fiel, war klar, wie es enden würde.

Muss auch für die WM 2022 passen: BVB-Kapitän Marco Reus.
dpa/Andreas Gora
Muss auch für die WM 2022 passen: BVB-Kapitän Marco Reus.

Durch die Verletzung war klar, wie es ausgehen wird

Damit dürfte die Tür zu einem großen Titel für den begnadeten Offensivspieler zu sein. Bei der Heim-EM 2024 ist er 35 Jahre alt. Ein ziemlich biblisches Alter für einen Feldspieler. Zumal Reus, geplagt durch seinen vielen Verletzungen, eher vorm Karriere-Ende als dem xten Frühling steht. Das bitterste Turnier-Aus war sicher vor der WM 2014.

Wegen eines Syndesmosebandrisses im linken Sprunggelenk flog er kurz vorm Abflug aus dem Kader und erlebte den Titel-Gewinn vor dem Fernseher. Vor der EM 2016 stoppte ihn eine Schambeinentzündung und die EM 2021 verpasste er auf eigenen Wunsch.

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Reus äußert sich emotional bei Instagram

Bei Instagram äußerte sich Reus in einem emotionalen Post zu seinem WM-Aus: „Wie einige sicherlich schon gesehen haben, werde ich nicht zur WM fahren können. Nach dem erneuten Rückschlag am Sonntag im Training haben alle Beteiligten in den letzten Tagen alles Mögliche versucht, um meine Teilnahme an der WM doch noch möglich zu machen. Jedoch hat es mit meinem lädierten Knöchel nicht für die WM gereicht“, schrieb Reus. 

Und weiter: „Einen besonderen Dank an all diejenigen, die alles gegeben haben, um mir in den vergangenen Wochen zu helfen. Ebenfalls danke ich Bundestrainer Hansi Flick und Mannschaftsarzt Jochen Hahne, die ebenfalls alles versucht haben! Am Schluss mussten wir allerdings alle einsehen, dass es nicht reicht.“

Zum Schluss wird Reus dann emotional: „Ein großer Traum von mir ist damit leider geplatzt! Jetzt wünsche ich meinem Team in Katar allen erdenklichen Erfolg und werde von zuhause die Daumen drücken!“