Argentiniens Supermann Lionel Messi feiert zusammen Angel Di Maria den Sieg gegen Mexiko.
Argentiniens Supermann Lionel Messi feiert zusammen Angel Di Maria den Sieg gegen Mexiko. AP/Ariel Schalit

Als nichts mehr ging, als die Hoffnungen der Albiceleste an den grünen Trikots der Mexikaner zu zerschellen drohte, kam Supermann Messi und trotzte dem Kryptonit. Einmal hatte der mittlerweile 35-Jährige  zwei, drei Meter Raum. Er nutzte sie, um Argentinien in Führung zu bringen. Der Türöffner für das spätere 2:0 (0:0) gegen Mexiko, durch das die Gauchos die überraschende Auftaktniederlage gegen Saudi-Arabien (1:2) wettmachen konnten.

Sie tanzten und hüpften und sangen inbrünstig, in der Kabine der Argentinier herrschte pure Erleichterung nach dem erlösend-befreienden Sieg im stimmungsreichen ersten Lateinamerika-Gipfel dieser WM. „Jetzt liegt es wieder nur an uns“, betonte Lionel Messi, der im Fußball ja alles gewonnen hat - außer eben diesen verflixten WM-Titel.

Argentiniens Co-Trainer weint auf der Bank

Jetzt träumen sie wieder im Land des zweimaligen Weltmeisters. „Agentinien ist aufgewacht“, schrieb die Zeitung „Pagina12“. „Vamos Argentina!“, hieß es bei „Olé“. „Vamos!“, das hatte auch Messi den tobenden Fans zugeschrien nach seinem Tor in der 64. Minute.

Ein Sieg voller Emotionen im Stadion Lusail von Katar.  Von Assistenzcoach Pablo Aimar, mit dem Messi einst bei der WM 2006 in Deutschland noch zusammenspielte, kursierten sogar Aufnahmen, die ihn nach der 1:0-Führung schluchzend auf der Bank zeigen.

Nun kommt es zum Showdown mit Weltfußballer Robert Lewandowski, mittlerweile bei Barcelona so etwas wie der Nachfolger Messis, und dessen Polen am Mittwoch (20 Uhr/MagentasportTV). 

Messi mit mutiger Ansage

Messi bläst zum Angriff: „Wir wussten, dass wir gewinnen mussten, dass eine andere Weltmeisterschaft dann für uns beginnt und wir haben es geschafft. Wir wissen, dass wir einen wichtigen Schritt gemacht haben, aber uns ist bewusst, dass ein weiterer folgen muss, um das erste Ziel zu erreichen.“

Gewinnt Argentinien am Mittwoch auch gegen Polen (4 Punkte), sind die Südamerikaner im Achtelfinale. Bei einem Remis sind sie vom Ausgang des Spiels zwischen Saudi-Arabien (3) und Mexiko (1) abhängig.

Lesen Sie hier mehr über die WM in Katar >>