Japans Torhüter Shuichi Gonda musste zuletzt die Bälle fast immer aus seiner rechten Ecke herausholen, wenn die Gegner aus ihrer Sicht links getroffen haben.
Japans Torhüter Shuichi Gonda musste zuletzt die Bälle fast immer aus seiner rechten Ecke herausholen, wenn die Gegner aus ihrer Sicht links getroffen haben. imago images/Kyodo

Wie können Hansi Flicks Jungs Japan schlagen? Mit einem ganz linken Ding im ersten WM-Spiel am Mittwoch! Die Japaner sind laufstark, sie sind trickreich, sie haben internationale Erfahrung. Immerhin spielen 19 Nippon-Kicker in Europa. Doch sie haben eine Schwäche. Der KURIER hat sie in der Statistik entdeckt.

Japan machte 2022 bisher 14 Länderspiele und kassierte dabei neuen Gegentore. Das spricht eigentlich für eine solide Abwehr. Doch wenn man genauer hinschaut, gibt es im Tor ein großes Loch. Acht der neun Gegentore flogen vom Torschützen aus gesehen links ins Netz, nur eines in der Mitte und keines rechts.

Also Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Serge Gnabry, Ilkay Gündogan, Jamal Musiala und Kai Havertz, immer schön links aufs Tor zielen und nicht rechts. Denn das ist die Sahneseite von Torwart Shuichi Gonda.

Es ist erst das dritte Länderspiel der DFB-Elf gegen Japan. Bisher gab es ein 3:0 im Jahr 2004 und ein 2:2 im Jahr 2006, beides waren Freundschaftsspiele. Jetzt also das erste WM-Spiel und die Japaner, sonst eher zurückhaltend, geben sich ziemlich selbstbewusst.

Japans Kapitän Maya Yoshida von Schalke 04 ist siegessicher: „Wir glauben an unsere Chance. Seitdem wir wissen, dass wir gegen Deutschland spielen, analysieren wir sie genau.“

Ja, aber die DFB-Analysten um Bundestrainer Flick haben Japan auch genau unter die Lupe genommen und diese Linksschwäche entdeckt ...

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