Ronaldos Freundin Georgina Rodriguez war mit der Aufstellung von Portugals Trainer Fernando Santos nicht einverstanden. Auch Mesut Özil sprang Ronaldo zur Seite. 
Ronaldos Freundin Georgina Rodriguez war mit der Aufstellung von Portugals Trainer Fernando Santos nicht einverstanden. Auch Mesut Özil sprang Ronaldo zur Seite.  imago/PA Images/Alterphotos

Mittlerweile ist man es gewohnt, dass Frauen oder Freundinnen von Fußballern ihrem Ehemann oder Partner öffentlich zur Seite springen, wenn Ungemach droht. Georgina Rodriguez, Freundin von Superstar Cristiano Ronaldo, hat dabei inzwischen jede Menge Erfahrung. Unterstützte sie ihren Angebeteten bereits nach dessen Ausbootung bei Manchester United, bekommt nach dem WM-Aus nun Portugals Cheftrainer Fernando Santos sein Fett weg. Auch Mesut Özil springt Ronaldo zur Seite – und kritisiert, natürlich, die Medien.

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Georgina Rodriguez machte ihrem Ärger darüber, dass ihr Göttergatte Ronaldo erneut nicht in der Startelf stand und beim 0:1 gegen Marokko im WM-Viertelfinale erst nach 51 Minuten eingewechselt wurde, natürlich in den sozialen Medien Luft.

Auf Instagram schrieb die Argentinierin: „Heute hat dein Freund und Trainer falsch entschieden. Der Freund, für den du so viele Worte der Bewunderung und des Respekts übrig hast. Er hat gesehen, dass sich alles verändert hat, als du ins Spiel gekommen bist, aber da war es schon zu spät.“

Ronaldos Freundin Georgina kritisiert Portugals Coach

Klingt noch harmlos, dann wurde Georgina aber deutlich und kritisiert Portugals Trainer direkt: „Man sollte den besten Spieler der Welt und damit die mächtigste Waffe, die man hat, nicht unterschätzen.“ Ihre Abrechnung beendet Ronaldos Freundin kryptisch: „Man sollte sich für niemanden einsetzen, der es nicht verdient hat. Heute haben wir nicht verloren, sondern gelernt. Wir bewundern dich.“

Nach Portugals WM-Aus und Ronaldos Degradierung (kam nach drei Startelfeinsätzen in den Gruppenspielen in den K.-o.-Spielen als Einwechselspieler) springt auch Mesut Özil seinem ehemaligen Kollegen bei Real Madrid zur Seite. 

„Die Medien“: Mesut Özil springt Cristiano Ronaldo zur Seite

Özil, einst nach einer Medien-Schelte nach der WM in Russland aus der DFB-Elf zurückgetreten, schrieb auf seinen Kanälen in den sozialem Medien: „Ich verstehe wirklich nicht, wo die dauerhafte Negativität der Presse über Cristiano herkommt. Die Medien versuchen nur, Klicks zu bekommen und Experten, die keine Karriere mehr haben, wollen mit seinem großen Namen nur Aufmerksamkeit bekommen und versuchen, ihn schlecht aussehen zu lassen.“

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„Er ist bald 38 Jahre alt“, schrieb Özil weiter und fragte: „Also warum ist es überraschend, dass er nicht mehr 50 Tore pro Saison erzielt?“ Jeder Fußball-Fan solle sich glücklich schätzen, dass er Ronaldo in den letzten 20 Jahren zusehen konnte. „Ich glaube nicht, dass irgendjemand aus der neuen Generation seine Statistiken erreichen kann“, so Özil. „Er wird für immer in einer eigenen Kategorie sein.“

Ronaldo sucht weiter neuen Klub

Mittlerweile äußerte sich auch Ronaldo selbst. Der Superstar hakt seinen Traum vom WM-Titel endgültig ab. „Eine Weltmeisterschaft für Portugal zu gewinnen, war der größte und ehrgeizigste Traum meiner Karriere“, schrieb Ronaldo in seiner ersten öffentlichen Reaktion auf das 0:1 gegen Marokko am Sonntag auf Instagram. „Leider ist der Traum gestern zu Ende gegangen.“ Nach dem WM-Aus hatte der Kapitän weinend das Spielfeld verlassen und zunächst geschwiegen.

Ronaldo hatte in Katar seine fünfte WM gespielt. An einen weiteren Anlauf auf den ersehnten Titelgewinn 2026 im Alter von dann 41 Jahren glaubt der aktuell vereinslose Superstar nun wohl nicht mehr. „Zum Glück habe ich viele internationale Titel gewonnen, auch für Portugal, aber den Namen unseres Landes in der Weltspitze zu vertreten, war mein größter Traum“, schrieb er. „Dafür habe ich gekämpft. Ich habe hart für diesen Traum gekämpft.“

Wie es für Ronaldo weitergeht, ist noch unklar: Während seine Teamkollegen nach dem Urlaub am Persischen Golf oder direkt nach dem Rückflug zu ihren Vereinen zurückkehren, muss Ronaldo die Suche nach einem neuen Arbeitgeber angehen. Vielleicht nutzt er gleich die Chance, um in Katars Nachbarland Saudi-Arabien mit Al-Nassr FC zu verhandeln. Der Klub hat ihm laut Medienberichten einen 200-Millionen-Euro-Vertrag über zweieinhalb Jahre angeboten.

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