Fix und fertig, aber glücklich: Kroatien und Superstar Luka Modric (37) leisten bei der WM in Katar mal wieder massig Überstunden. 
Fix und fertig, aber glücklich: Kroatien und Superstar Luka Modric (37) leisten bei der WM in Katar mal wieder massig Überstunden.  IMAGO/PA Images

Wie das erste WM-Halbfinale am Dienstag (20 Uhr, ARD und MagentaTV) ausgeht? Kroatien gewinnt gegen Argentinien. Dabei ist klar: Modric und Co jubeln gegen Messi und Co erst nach der Verlängerung, vielleicht sogar erst im Elfmeterschießen. Der Vizeweltmeister leistet seit Russland 2018 nämlich krasse WM-Überstunden. Kuriose Statistik: Kroatien kanns nur extralang!

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90 Minuten sind nicht genug. Zumindest reichen sie Kroatien bei einer Fußball-WM seit geraumer Zeit nicht, um ein K.-o.-Spiel zu gewinnen. 2018 lieferte man sich nach der Gruppenphase zwei Elfer-Krimis. Im Achtelfinale gegen Dänemark, im Viertelfinale gegen Gastgeber Russland. Im Halbfinale machten die Ballkünstler vom Balkon mit England „kurzen Prozess“, indem Mario Mandzukic in der 109. Minute den Einzug ins Finale perfekt machte. Das Endspiel ging, na klar, in regulärer Spielzeit mit 2:4 gegen Frankreich verloren. 

Idole und Hoffnungsträger: Lionel Messi für Argentinien und Luka Modric für Kroatien. 
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Idole und Hoffnungsträger: Lionel Messi für Argentinien und Luka Modric für Kroatien. 

Auch in Katar leisten die Kroaten bisher WM-Überstunden, wann immer es nur geht. Deutschland-Bezwinger Japan rang man im Achtelfinale genauso wie Brasilien im Viertelfinale erst im Elfmeterschießen nieder. Zumindest machte auch der kommende Gegner Argentinien gegen die Niederlande Überstunden, als sich Lionel Messi und seine Kollegen erst vom Punkt durchsetzen und dabei den Fair-Play-Gedanken mit Füßen traten

WM-Titel: Messi und Modric wollen ihre Karrieren krönen

Apropos Messi: Wollen die Gauchos gegen Kroatien gewinnen, wird es vor allem auf den kleinen Zauberfuß ankommen. Doch was Messi (35) für Argentinien ist, ist Luka Modric (37) für Kroatien. Neben ihren Initialen haben die beiden Volkshelden viel gemeinsam, dank ihrer Genialität am Ball vor allem den Traum vom WM-Titel.

Die Erwartungen an Messi, der Argentiniens WM-Rekordtorschützen Gabriel Batistuta (10) überflügeln und mit WM-Rekordspieler Lothar Matthäus (25) gleichziehen wird, sind dabei allerdings ungleich höher. Wenn Zehntausende in Katar zu seinen Vorstellungen pilgern, Spiel für Spiel seinen Namen rufen, beten sie immer, dass der Erbe Diego Maradonas endlich den dritten WM-Titel nach Hause holt.

Messi spiele jeden Tag besser, schreibt die Sportzeitung Ole. Messi sprenge im „Superman-Modus“ die Erwartungen aller – etwa, wenn wie gegen die Niederlande seine Magie aufblitzt, die Oranje-Stürmer Wout Weghorst hinterher auf andere Weise zu spüren bekam.

Kroatien: Luka Modric bestraft alle Skeptiker

Stand Messi 2014 gegen Deutschland schon kurz vor der Erlösung, schien der WM-Titel für Modric nach dem verlorenen WM-Finale 2018 nicht mehr erreichbar. Doch der inzwischen 37-Jährige, der weiterhin auch bei Real Madrid die Strippen im Mittelfeld zieht, bestrafte in der Wüste alle Skeptiker, ist weiterhin der Anker, Gestalter und Arbeiter im kroatischen Spiel und zieht die Bälle magisch an. 

Messi oder Modric? Egal wie es ausgeht, das Spiel wird ein Leckerbissen für alle Fußballfans. Und wohl auch mindestens in die Verlängerung gehen ...

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