Jürgen Klinsmann äußerte sich abfällig über die iranische Kultur.
Jürgen Klinsmann äußerte sich abfällig über die iranische Kultur. IMAGO/Nick Potts

Mal wieder sorgt Jürgen Klinsmann mit einem gewagten Urteil für Aufregung. Diesmal sogar international. Funktionäre fordern jetzt sogar Konsequenzen. Was war passiert?  

Nach dessen Kritik an der iranischen Spielweise ist Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann von Irans Trainer Carlos Queiroz heftig kritisiert und zum Rücktritt aus der Technischen Studiengruppe des Weltverbandes FIFA aufgefordert worden.

Klinsmann hatte dem Iran nach dem 2:0 gegen Wales am Freitag als Experte im britischen TV-Sender BBC eine unsaubere Spielweise vorgeworfen und gesagt, dies „sei Teil ihrer Kultur“. Dafür war Klinsmann in den sozialen Medien stark kritisiert worden.

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Klinsmann warf den Iranern unsaubere Spielweise vor sagte, dies „sei Teil ihrer Kultur“.
Klinsmann warf den Iranern unsaubere Spielweise vor sagte, dies „sei Teil ihrer Kultur“. AP/Frank Augstein

„Eine Schande für den Fußball“

„Geschwätz“ lautet dabei noch der harmlosere Vorwurf. Andere werfen dem Ex-Trainer der deutschen Nationalmannschaft (und von Hertha BSC) sogar Rassismus vor. 

Am Samstag meldete sich auch Queiroz via Instagram und Twitter zu Wort und kritisierte Klinsmanns Wortwahl. „Ganz egal, wie sehr ich respektieren kann, was du auf dem Feld getan hast, diese Äußerungen über die iranische Kultur, das iranische Nationalteam und meine Spieler sind eine Schande für den Fußball“, schrieb der portugiesische Coach. Er verfolge gespannt, welche Folgen das für Klinsmanns Arbeit für die FIFA habe, denn er erwarte Klinsmanns Rücktritt.

Iran-Trainer Carlos Queiroz ist entsetzt über Klinsmann und fordert Konsquenzen.
Iran-Trainer Carlos Queiroz ist entsetzt über Klinsmann und fordert Konsquenzen. AFP/FADEL SENNA

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Iranischer Verband verlangt Entschuldigung

Der iranische Verband schloss sich am Sonntag dieser Forderung an. Er verlangte von Klinsmann eine Entschuldigung und bat die FIFA um eine Klärung. Das iranische Team lade ihn zu einem Vortrag „über die tausendjährige persische Kultur und die Werte von Fußball und Sport“ in ihr Trainingslager ein, erklärte der Verband weiter. Als früherer Fußballer werde Klinsmann auch nicht nach seinen „berühmten dramatischen Diver“ beurteilt.