Niclas Füllkrug traf nach seiner Einwechslung zum 1:1. 
Niclas Füllkrug traf nach seiner Einwechslung zum 1:1.  dpa/Gambarini

Erleichterung ja, Deutschland kann nach dem 1:1 gegen Spanien doch noch das WM-Achtelfinale erreichen. Klar, die Iberer gehören zu den Topfavoriten. Doch war da nicht mehr drin, wenn Niclas Füllkrug gleich von Anfang gestürmt hätte?

Gegen Japan gab es Klein-Klein-Spiel in der Offensive, gegen Spanien war es ähnlich. Es fehlte wieder die zwingende Konsequenz im Angriff. Und Füllkrug saß bis zur 70. Minute auf der Bank. Deutschland hat nach dem Karriereende von Miro Klose 2014 seit acht Jahren dieses Knipserproblem.

Jetzt ist dieser Stürmer von Werder Bremen wie aus dem Nichts für die Nationalelf da. Bitte, einfach diese Chance nutzen, Hansi Flick! Das Tor in der 83. Minute sagt alles. Der 29-jährige Füllkrug nahm dem verspielten Genie Jamal Musiala einfach mit dem linken Fuß den Ball ab. Und schoss gnadenlos hart mit rechts unter die Latte zum 1:1. Das ist Entschlossenheit.

Der Typ ist als Joker viel zu schade. Er lebt gerade seinen WM-Traum und der ist nicht zu stoppen. Gegen Costa Rica im entscheidenden, dritten Gruppenspiel will ich Füllkrug in der Startelf sehen, dann klappt es auch mit dem Achtelfinale. Deutschland hat einen Killer für den Strafraum und der muss am besten 90 Minuten spielen.

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