Ärzte operierten den Mann in Polen, während dieser das Spiel Wales-Iran schaute.
Ärzte operierten den Mann in Polen, während dieser das Spiel Wales-Iran schaute. Facebook/Klinik des Polnischen Innenministeriums und der Verwaltung Kielce

Das ist wahre Leidenschaft für den Fußball! Ein Fan hat sich in Polen extra einen Fernseher in den OP-Saal stellen lassen – nur um damit das Fußball-WM-Spiel zwischen Wales und dem Iran zu sehen! Die Ärzte nahmen dabei sogar einen umfassenden Eingriff an seinem Unterleib vor!

Was wie eine verrückte Fan-Geschichte klingt, ist tatsächlich so passiert. Dem Eingriff war eine Betäubung der Wirbelsäule vorausgegangen, bei dem Patienten für die Dauer des Eingriffes nichts am Unterleib empfinden. Die Operation fand am vergangenen Freitag in einem Krankenhaus des Polnischen Innenministeriums und der Verwaltung in Kielce statt.

Fußballfan schaute WM-Spiel während OP dank besonderer Betäubung

Das Krankenhaus äußerte sich zwar nicht zu dem fußball-fanatischen Patienten, postete aber ein Bild aus dem OP-Saal auf Facebook und kommentierte: „Bei uns bekommen die Patienten noch Service 😮. Alle Männer unter Spinalanästhesie sind begeistert ⚽️⛹️“, hieß es von der Klinik.

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Als Reaktion auf den Post kommentierte auch eine Zahnklinik aus der schlesischen Stadt Gliwice: „Bei uns wurde Polen - Mexiko geschaut.“ Auch in der Zahnarztpraxis lenkt ein TV-Schirm die Patienten von der Behandlung ab.

Doch die Unterleibs-OP ist ungleich komplizierter. Möglich machte die Fanfreude bei der Operation in Kielce die sogenannte Spinalanästhesie, bei der die Wirbelsäule betäubt wird. So spüren Patienten bei einer OP keinen Schmerz unterhalb eines bestimmten Bereiches der Wirbelsäule. So kann ein Eingriff an den wachen Patienten vorgenommen werden. Die Betäubung hält bis zu drei Stunden vor.

Beste Sicht auf die WM-Partie Wales gegen Iran

So konnte der Patient in Polen sich voll auf das WM-Spiel von Wales gegen den Iran konzentrieren. Der Fernseher war in einer Ecke des OP-Saals positioniert, so dass der Patient beste Sicht auf das Match hatte. 

Laut Klinik sei der Eingriff gut verlaufen. Ob statt des Eingriffs der 2:0 Sieg des Irans  gegen Wales dem Mann Bauchschmerzen verursachte, ist jedoch nicht bekannt.

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