BBC-Moderatorin Alex Scott schaut auf die „One Love“-Kapitänsbinde in ihren Händen beim Spiel der Engländer gegen den Iran und trägt sie wenig später am linken Oberarm.
BBC-Moderatorin Alex Scott schaut auf die „One Love“-Kapitänsbinde in ihren Händen beim Spiel der Engländer gegen den Iran und trägt sie wenig später am linken Oberarm. Imago/PA Images

Erst die Aufregung um die „One Love“-Binde, danach von Handys verschwundene Eintrittskarten, nun weitere Repressalien bei der WM in Katar. Walisischen Fans, die zum Spiel ihrer Mannschaft gegen die USA (1:1) ins Al-Rayyan-Stadion wollten, wurde der Zutritt verweigert, weil sie Fischerhüte in Regenbogenfarben trugen.

Videos dokumentierten, dass die Hüte weggeschmissen werden mussten, wenn man mit gültigem Ticket Einlass begehrte. Ein weiteres Beispiel dafür, dass die bei der Eröffnungsfeier so gepriesene Toleranz und Weltoffenheit im Wüstenstaat nicht unbedingt beheimatet ist.

BBC-Moderatorin Scott mit der „One Love“-Binde

Angesichts solcher Repressalien wurde BBC-Star-Reporterin Alex Scott auf der Insel dafür gefeiert, dass sie bei ihrem Spielfeldrand-Einsatz im Khalifa-International-Stadion beim 6:2 der Engländer gegen den Iran am linken Oberarm die „One Love“-Kapitänsbinde trug.

Logisch, dass es dafür reichlich Applaus in den sozialen Medien gab. Mehr Eier als die ganze englische Nationalmannschaft und die FA zusammen, schrieb ein User auf Twitter.

Ob die ehemalige englische Nationalspielerin nun nach ihrer mutigen Aktion mit Repressalien rechnen muss, beispielsweise dem Entzug der Akkreditierung, ist offen. Bislang wurde im Emirat vonseiten der Fifa alles getan, was die Scheichs wollten. Erinnert sei hier nur an das kurz vor dem Turnier verhängte Bier-Verbot in den Stadien.

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