Außer Rand und Band: Die DFB-Stars feiern das 1:1 gegen Spanien und Torschütze Niklas Füllkrug (2.v.r.). 
Außer Rand und Band: Die DFB-Stars feiern das 1:1 gegen Spanien und Torschütze Niklas Füllkrug (2.v.r.).  IMAGO / Moritz Müller

Die DFB-Elf spielt mit Mut und Herz gegen Spanien – und gegen ihre Kritiker! Beim 1:1 gegen Spanien im zweiten WM-Spiel belohnt sich Deutschland für eine starke Leistung. Bundestrainer Hansi Flick und seine Spieler geben danach Einblicke, wie sehr die Kritik nach 1:2 gegen Japan am Team nagte.

„Es hatte die ganze Zeit nach dem Japan-Spiel in uns gebrodelt. Die Tage waren lang. Wir wollten am liebsten sofort spielen“, erklärte Kapitän Manuel Neuer. Der Torhüter lobt auch den Kampfgeist der DFB-Elf, die sich nach dem 1:2 gegen Japan zum WM-Start gegen Spanien im zweiten Spiel in jeden Zweikampf schmiss: „Wir lagen zurück, haben aber immer daran geglaubt.“

Bundestrainer Hansi Flick lobt: „Gigantisch“

Niclas Füllkrug bedankte sich nach seinem WM-Tor zum 1:1 gegen Spanien bei Bundestrainer Hansi Flick.
Imago/Uwe Kraft
Niclas Füllkrug bedankte sich nach seinem WM-Tor zum 1:1 gegen Spanien bei Bundestrainer Hansi Flick.

Auch Bundestrainer Hansi Flick ging auf die Kritik ein: „Wir haben, auch wenn es anders zu lesen ist, ein gutes Miteinander. Es ist gigantisch, was die Mannschaft geleistet hat. Ich bin stolz.“ Flick weiter: „Die Mannschaft hat bedingungslos gefightet. Es sind Krieger auf dem Platz, die mit Herz spielen. Wenn wir diesen Aufwind mitnehmen - und wir noch mehr Selbstvertrauen bekommen - dann ist viel möglich.“

Auch Thomas Müller pumpte bei den Interviews noch kräftig: „Gegen Spanien musst du leiden. Die Basistugenden, die immer gern gefordert werden, haben wir an den Tag gelegt.“

Thomas Müller: „Füllkrug ist ein geiler Typ“

In aller Munde war natürlich Matchwinner Niclas Füllkrug. Der Bremer, erst kurz vor der WM zum Nationalspieler mutiert, lebt seinen Traum, bleibt aber selbst ganz cool: „Wir wollten unbedingt dieses Spiel ziehen, das war fürs Gefühl sehr wichtig. Wir haben noch Luft nach oben. Wir brauchen jetzt auch nicht durchzudrehen. Aber wir können hoffen, dass im letzten Spiel alles gut ausgeht.“

Lob verteilten dafür er Trainer und die Kollegen. Und das reichlich. Ilkay Gündogan: „Man merkt an Niclas' Tor, was für Qualitäten er hat. Das war ein brutal wichtiges Tor.“ Müller pflichtete dem Man-City-Star bei, lobte Füllkrug: „Überragend, dass Fülle den so reinnagelt in den Knick. Das ist eine super Story. Genau dafür ist er dabei. Das hat er natürlich die letzten Tage auch schon angekündigt. Er hat ein tolles Selbstvertrauen, und wie man jetzt gesehen hat, einen richtigen rechten Hammer mit seinem rechten Fuß. Ein unglaubliches Tor, er ist auch ein unglaublich geiler Typ, muss man sagen.“

Endspiel gegen Costa Rica: Manuel Neuer will nicht rechnen

Füllkrug zauberte auch seinem Trainer ein Grinsen ins Gesicht. Flick schwärmt: „Wie er Jamal Musiala den Ball klaut, konsequent und entschlossen abschließt, das zeichnet ihn aus. Er gibt der Mannschaft sehr viel, nicht nur das Tor. Er ist ein sehr guter Junge, mit dem Herz am rechten Fleck. Wir sind sehr froh, dass er dabei ist.“

Trotz der Freude über das verdiente 1:1, die DFB-Stars und Flick richteten den Blick bereits auf das dritte Gruppenspiel gegen Costa Rica am Donnerstag. Neuer wischt alle Rechnungen angesichts der engen Tabelle beiseite: „Das Wichtigste ist: Wir leben noch. Die Konstellation ist mir egal. Die Entscheidung, die wir jetzt beeinflussen können, ist, das Spiel gegen Costa Rica zu gewinnen.“ Müller sieht genauso: „Wir müssen gewinnen, um im Turnier zu bleiben.“

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