Timo Werner blüht beim neuen Bundestrainer Hansi Flick wieder auf und traf wie hier gegen Armenien in den vergangene drei WM-Quali-Spielen. Foto: Imago Images

Drei Länderspiele, drei Siege mit dem neuen Bundestrainer Hansi Flick und drei Tore von Timo Werner (25). Genauso so muss es Freitag (20.45 Uhr) beim WM-Quali-Spiel gegen Rumänien in Hamburg weitergehen. Werner, lass es wieder kesseln!

Der Ex-Leipziger hat eine schlimme Zeit hinter sich. Er steckte bei seinem Klub FC Chelsea in der Krise. Das war bis zum September so. Dann kam er wieder zur Nationalelf, zu Hansi Flick. Eine echte Psycho-Kur für Werner.

Werner schwärmt von Flick

„In der Situation, in der ich vor der letzten Länderspielpause gesteckt habe und auch zuletzt noch teilweise, ist es sehr wichtig, wenn man hier hinkommt und einen Trainer hat, der einem von der ersten Minute an zeigt: Ich finde dich nicht blind, ich finde dich nicht schlecht“, schwärmt der Stürmer über den neuen Bundestrainer.

Das Vertrauen zahlte er mit Treffern im September zurück. Ein Tor gegen Liechtenstein, ein Tor gegen Armenien, ein Tor gegen Island. Jetzt sollen die nächsten Tore gegen Rumänien und Nordmazedonien folgen. Werner gibt wieder Vollgas bei der Nationalelf. Vor dreieinhalb Jahren feierte er sein Debüt beim 1:0 über England. Seitdem ist er eine feste Größe im deutschen Sturm. 19 Treffer in 45 Länderspielen.

Formkrise überwunden

Doch in der vergangenen Saison geriet er beim FC Chelsea in die Krise und auch bei den letzten Spielen unter Alt-Bundestrainer Jogi Löw konnte er nicht mehr überzeugen. Doch jetzt ist alles ganz anders. „Für mich ist es super, dass Hansi Flick klar sagt, wie man sich verbessern kann, er ist immer sehr positiv, nicht nur kritisch“, sagte er. Flick gebe allen Spielern das Gefühl, „dass er mit einem arbeiten will“.

Entsprechend sieht DFB-Direktor Oliver Bierhoff die Zeit bei der DFB-Elf als „Möglichkeit, Selbstvertrauen zu tanken und deinem Vereinstrainer zu zeigen, dass er auf dich bauen kann“. Konkret bei Werner sei es so, dass Flick „große Stücke auf ihn hält“. Es sei nun an Werner, „das auch umzusetzen“.

Auch beim FC Chelsea trifft er wieder

Die bei der Nationalelf zurückgewonnene Lockerheit und den Spaß habe er im September mit zurück nach London genommen, „und man hat gemerkt, dass es dort dann etwas leichter von der Hand ging“. Am vergangenen Sonnabend hat Werner dann auch erstmals seit April wieder in der Premier League für den FC Chelsea beim 3:1 gegen FC Southampton getroffen. Sein Vereinstrainer Thomas Tuchel lobte und mahnte zugleich: „Wir sind froh und erleichtert, dass er getroffen hat. Er muss weitermachen und sich in vielen Dingen verbessern.“ Macht er gerade bei Flick. Jetzt fehlen nur noch die nächsten Tore gegen Rumänien und Nordmazedonien.

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