Bremens Florian Kohfeldt hat mit dem erst in der Verlängerung verlorenen Pokalkick in Leipzig eine persönliche Verlängerung bei seinem Job geschafft. Bis Saisonende geht es weiter. Foto: dpa/Pool via AP/Carmen Jaspersen

Leipzig hat es geschafft. Zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte stehen die Roten Bullen nach dem Last-Minute-2:1 gegen Bremen im Pokalendspiel. Auch wenn sie dazu die Verlängerung benötigten.  

Florian Kohfeldt hat es auch geschafft. Er geht mit Werder in die Verlängerung. Zumindest bis zum Saisonende. Das machten die Werder-Bosse schnell nach dem Pokal-Aus klar.

„Das Spiel hat gezeigt, dass die Mannschaft lebt und der Trainer die richtigen Ansätze gefunden hat. Florian bleibt Trainer“, sagte Geschäftsführer Frank Baumann. Doch wirklich freuen konnte sich Kohfeldt darüber erst einmal nicht. „Natürlich bin ich froh, dass es weitergeht. Aber im Moment überwiegt erst einmal die Enttäuschung“, sagte Kohfeldt. „Wir hätten es heute verdient gehabt.“

Trennung zum Saisonende

Froh wird der 38-Jährige aber erst, wenn die Rettungsmission in der Liga glückt. Nach zuletzt sieben Pleiten in Folge gilt es, diese Grundtugenden auch in den verbleibenden drei Spielen gegen Leverkusen, Augsburg und Gladbach zu zeigen, um den ersten Abstieg seit 1980 zu verhindern.

Das würde Kohfeldt die Möglichkeit für einen vernünftigen Abschied geben. Denn dass sich die Wege zwischen dem Klub und dem 38 Jahre alten Trainer nach dieser Saison trennen werden, deutet sich immer mehr an. Noch einmal wie im Vorjahr nach einem erfolgreichen Kraftakt einen Neuanfang zu starten, erscheint mit ihm kaum möglich.