Geschafft vom Nervenkitzel in der Relegation. Bremens Coach Florian Kohfeldt braucht dringend Urlaub. Foto: imago images/nordphoto

Werder hat den Klassenerhalt geschafft und der Trainer ist nach dem Nervenkitzel total geschafft. Florian Kohfeldt (37) war nach der 2:2-Relegationsrettung beim 1.FC Heidenheim glücklich und zugleich ziemlich fertig: „Die vergangenen Monate waren brutal, auch für mich. Das zerrt an einem. Ich brauche jetzt erst mal Urlaub.“

Doch bevor er auf Reise geht, hat er noch einen wichtigen Termin auf der Werder-Geschäftsstelle. „Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzen und besprechen, was am Ende am besten für Werder ist“, erklärt Kohfeldt.

Der Coach geht dabei auch selbstkritisch mit sich um: „Scheiß Saison, gutes Ende. Wir müssen eine Menge ändern, in allen Bereichen. Es kann kein Weiter so geben und es wird kein Weiter so geben.“

Kohfeldt stand bei Bremen in dieser Saison immer kurz vorm Aus. Doch die Vereinsbosse gaben ihm komplette Rückendeckung. So sieht es auch jetzt aus. Sportchef Frank Baumann will Kohfeldt behalten: „Er hat in dieser Saison gezeigt, dass er auch schwierige Situationen meistern kann. Ich bin weiter absolut von ihm überzeugt. Er hat die Lust, den Weg weiterzugehen. Er hat definitiv genug Power.“

Doch Kohfeldt, der noch einen Vertrag bis 2023 hat, braucht jetzt erst mal frei. „Es fällt nach diesem Katastrophenjahr ein unglaublicher Druck ab“, sagt er und hatte vorher schon eine Botschaft an die Spieler parat: „Es darf so was von gefeiert werden.“

Machten die Profis dann schon in Heidenheim, mit einer Polonaise tanzten sie zum Mannschaftsbus. Fanden rund 150 enttäuschte FCH-Fans gar nicht lustig und beschmissen das Werder-Gefährt mit Steinen und Flaschen. Eine Scheibe ging zu Bruch. Andere Scherben muss der Bundesliga-Dino nach dem Fast-Super-GAU jetzt selbst wegkehren.