Dynamos Michael Blum bejubelt sein frühes Tor gegen den VfB Auerbach. Patrick Skrzipek

Über dem Sportforum strahlte die Sonne in herbstlicher Pracht. Auf den Rängen 1374 Besucher. Denn der BFC hat das Siegen doch nicht verlernt. Mit 5:0 (2:0) schlug Dynamo den VfB Auerbach. Endlich ein Dreier nach zuletzt nur drei Zählern aus vier Spielen. Durststrecke beendet, Regionalliga-Platz zwei gefestigt. Weinrot-weißes Fußball-Herz, was willst du mehr?

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Die Gäste aus dem Vogtland kamen verkehrsbedingt verspätet an. Die Partie musste mit rund zehn Minuten Verzögerung beginnen. Und der VfB wurde dafür bestraft. Zwar nicht vom Leben, aber von Michael Blum. 

„Wir wussten ja, dass ihnen die lange Autofahrt noch in den Knochen stecken würde. Das wollten wir unbedingt früh ausnutzen, solange sie noch fest waren“, meinte Blum. Und das gelang schon nach 37 Sekunden! Wer also bis dahin auf den Traversen noch nicht seinen Platz gefunden und womöglich am Bier- oder Bratwurststand verweilt hatte, wurde also ebenfalls bestraft.

Blum ohne Maske, dafür mit Tor und einer Vorlage

Trocken abgezogen. Mit seinem schwächeren rechten Fuß. „Ich stand im Rückraum, da war eine Flanke. Ich treffe ihn dann ganz gut. Diese frühe Führung hat uns natürlich Sicherheit gegeben“, so Blum, der übrigens entgegen der Vorankündigung wegen seines Nasenbeinbruchs nicht mit Gesichtsschutz als Phantom des Sportforums auflief.

„Ich habe dann doch die Maske weggelassen, weil sie ein bisschen die Sicht versperrt und ein bisschen stört. Ich habe mich gut gefühlt und dann doch lieber ohne gespielt“, verriet der gebürtige Düsseldorfer. Klar erkennbar war er auch so, schließlich trug er anstelle der verhinderten Niklas Brandt und Andreas Pollasch die Spielführerbinde.

Auch in der Folge behielt der 32-Jährige den Durchblick. Butterweiche Flanke von der linken Seite in der Mitte und dort schraubte sich Christian Beck in Höhe. Kopfball, drin 2:0 (19.). Sein zehntes Saisontor. „Ich hatte ihm vor dem Spiel versprochen, dass die Flanken heute wieder kommen würden“, so Blum lachend.

Auch nach der Pause hatte Dynamo noch lange nicht genug. Darryl Guerts mit einem Doppelpack (61., 73.) und Pelle Hoppe (83.) schraubten das Ergebnis in eine gerechtfertigte Höhe. So viel Haue hatten die Sachsen lange nicht bekommen. Sie könnten sich bei dem Ergebnis durchaus in VfB Hauerbach umbenennen.

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