Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg ist bekannt für klare Worte. Jetzt geht er auf Torwart Manuel Neuer los, der sich leichtsinnig beim Skiurlaub den Unterschenkel brach.
Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg ist bekannt für klare Worte. Jetzt geht er auf Torwart Manuel Neuer los, der sich leichtsinnig beim Skiurlaub den Unterschenkel brach. dpa/Vennenbernd

Wer den Schaden hat, muss für Kritik nicht sorgen. Bayern-Keeper Manuel Neuer (36) war nach dem WM-Aus in den Skiurlaub gefahren und brach sich dabei das Bein. Jetzt fällt er für die Rückrunde beim Rekordmeister aus. Chefkritiker Lothar Matthäus (61) nagelte schon auf Neuer ein, jetzt tut es auch eine andere frühere Bayern-Größe. Stefan Effenberg (54) meldet sich in seiner t-online-Kolumne zu Wort.

Nationaltorhüter Manuel Neuer meldete sich nach seinem Skiunfall mit gebrochenem Unterschenkel aus dem Krankenhaus via Instagram.
Nationaltorhüter Manuel Neuer meldete sich nach seinem Skiunfall mit gebrochenem Unterschenkel aus dem Krankenhaus via Instagram. Manuel Neuer/Instagram

„Er hat die Ziele des FC Bayern fahrlässig in Gefahr gebracht. Neuers Ausfall ist eine Riesenbaustelle, die sie schließen müssen“, so Effenberg. Der FC Bayern sucht händeringend einen Ersatzmann für Neuer. „Für die Verantwortlichen um Hasan Salihamidzic und Oliver Kahn ist das nicht weniger als die größte Herausforderung, seit sie im Amt sind, weil die Verletzung unvorhergesehen kam. Da müssen sie jetzt schnell die passenden Antworten geben“, so Effenberg.

Zuvor übte auch Matthäus schon Kritik an Neuer wegen des Skiunfalls: „Ich kann verstehen, dass ein Spieler den Kopf frei bekommen möchte, Ablenkung sucht und einfach mal Spaß hat. Aber auf eher abgelegenen Skipisten zu fahren, die nicht so sicher sind, weil das Risiko weniger kalkuliert werden kann, ist schon fahrlässig.“

Kommt Nübel zurück? Eher nicht!

Alexander Nübel ist gerade beim AS Monaco sehr glücklich. Dort ist er Stammkeeper.
Alexander Nübel ist gerade beim AS Monaco sehr glücklich. Dort ist er Stammkeeper. dpa/Cole

Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic und die Keeper-Suche. Die naheliegendste Lösung wäre eigentlich Alexander Nübel (26), der an Monaco bis Sommer ausgeliehen ist und sowieso Bayerns Nummer eins der Zukunft werden sollte. Nübel selbst sagt aber: „Es macht wenig Sinn, dass ich zurückkomme. Ich bin froh, dass ich hier bin, und habe mit Monaco noch viele Spiele vor der Brust. Ich habe hier gemerkt, wie wichtig Spiele sind. Das will ich nicht mehr missen.“

Das heißt erst mal: Eigentlich will er gar nicht zurück nach München. Nübel ergänzt: „Letztendlich hat der AS Monaco die Entscheidung, ich bin hier unter Vertrag. Sie müssten erst einmal das Signal geben, dass sie es machen wollen. Ich glaube, das wird sehr schwierig.“

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