Die vergangenen Liga-Derbys zwischen Hertha und Union  im Olympiastadion fanden ohne Fans statt. Nächstes Wochenende wird die Hütte wieder voll sein. Foto: City-Press

Es ist endlich vorbei! Liga-Pause, Geisterspiele und Zuschauerbeschränkungen sind nach über zwei Jahren Corona-Pandemie beendet. Ab diesem Wochenende gilt in ganz Deutschland: Stadiontore auf für alle! Die Freude bei den Fans ist da. Doch die Schatten dieser Pandemie werden noch lange bei den Klubs nachwirken. In zwei Jahren gab es für die 36 Vereine der Bundesliga und Zweiten Liga einen Umsatzverlust von über einer Milliarde Euro.

Diese Zahl gab die DFL nur für die Spielzeiten 2019/20 und 2020/21 bekannt. Das Minus durch verminderte Zuschauereinnahmen der aktuellen Saison ist da noch nicht mal mit eingerechnet. „Wir erleben eine beispiellose Zäsur. Die Zeit des nahezu selbstverständlichen Wachstums scheint vorüber. Ohne Zweifel wird das unsere Entwicklung in den nächsten Jahren massiv beeinflussen“, schlug die neue DFL-Chefin Donata Hopfen (46) Alarm.

95 Prozent weniger Zuschauereinnahmen

Da die meisten Begegnungen ohne Fans in den Stadien stattfinden mussten, seien allein die Spielerträge im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten um etwa 95 Prozent eingebrochen. 2018/19 waren es noch rund 650 Millionen Euro – in der vergangenen Spielzeit nur 35,5 Millionen Euro. Der Gesamterlös der Vereine ist 2020/21 auf 4,05 Milliarden Euro gesunken.

Noch gar nicht absehbar ist, welche wirtschaftlichen Folgen der Krieg in der Ukraine auch für den Profi-Fußball haben wird. Klar, die Fans müssen nicht nur wegen der erhöhten Energiepreise sparen. Machen sie das   beim Kauf von Eintrittskarten?

Große Herausforderungen böten immer auch große Chancen, betonte Hopfen jedoch. „Es gilt, neue Wege zu finden, wie wir den deutschen Profi-Fußball wirtschaftlich zukunftssicher machen – entlang unserer Traditionen und Werte“, sagte die Nachfolgerin von Christian Seifert (52).

Dass die Krise auch gesunden Vereinen wie Eintracht Frankfurt mächtig zugesetzt hat, verdeutlichte Vorstandssprecher Axel Hellmann (50): „Wir strotzten vor Corona vor wirtschaftlicher Kraft. Jetzt werden wir zum 30. Juni 2022 über drei Saisons einen operativen Verlust von über 70 Millionen Euro ausweisen.“

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