Artistischer Einsatz von Andreas Pollasch, der für den BFC Dynamo das 1:0 in Luckenwalde erzielte. Patrick Skrzipek

Besser kann man ein Jubiläum eigentlich nicht feiern. Es war das 50. Pflichtspiel für Andreas Pollasch im Dress der Weinrot-Weißen. Und der Kapitän von Regionalliga-Spitzenreiter BFC Dynamo krönte seine Feierlichkeiten mit einem artistischen Tor zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung beim FSV Luckenwalde. Sein erster Ligatreffer der Saison. „Das war ja fast ein Kung-Fu-Tor“, freute sich Trainer Christian Benbennek für seinen Spielführer, der so etwas wie das Mentalitätsmonster der Hohenschönhauser ist. 

Okay, okay, natürlich geht es immer noch besser. Mit einem Sieg zum Beispiel. Doch man kann nicht immer alles haben. „Niemand kann doch ernsthaft erwarten, dass wir einfach so durch die Liga spazieren. Mit ein bisschen Abstand tut der Punkt richtig gut. Es gibt halt so Tage, da läuft es nicht, und wenn die Jungs sich dann reinknien, muss man das anerkennen. So ein Spiel hätten wir letzte Saison noch verloren“, meinte Benbennek. 

Hat Dynamo aber nicht. Auch dank Pollasch. Und ein bisschen ist es göttliches Geschick, dass der 28-Jährige überhaupt den weinrot-weißen Dress trägt. Als gebürtiger Dortmunder kommt man nicht zwingend auf die Idee, im Osten anzuheuern.

Und das kam so: „Ich hatte damals ein Vorstellungsgespräch beim FSV Frankfurt. Natürlich habe ich mir dann auch ein Spiel angekuckt“, verriet Benbennek. Was er sah, war ein bärenstarker Pollasch, der zudem traf. Und bei dem die Jungs vom Bornheimer Hang unsicher waren, ob sie mit ihm verlängern sollten.

Dann waren sich Benbennek und der BFC einig. „Ich habe mir als erstes seine Nummer besorgt und gefragt, ob er schon was hat. Als er dies verneinte, sagte ich ihm: ‚Doch, beim BFC!‘“, plaudert Benbennek aus dem Nähkästchen.

Gut, dass der Job für Dynamos Trainer bei den Hessen nicht hingehauen hat. Wie man jetzt weiß, gut im doppelten Sinne.