Altglienickes Trainer Karsten Heine denkt gar nicht daran, trotz des Spielausfalls kürzer zu treten. Foto: imago images/Jan Huebner

Unverhofft kommt oft. Mit einem spielfreien Wochenende hatte bei der VSG Altglienicke niemand gerechnet. Doch der Coronaverdacht beim BFC Dynamo ließ den für Sonnabend um 13.30 Uhr terminierten Hit des Spieltages platzen. Wie gehen die Südostberliner nun damit um? 

„Erst einmal drücke ich die Daumen, dass es sich nicht bewahrheitet. Das wünscht man keinem“, meinte VSG-Trainer Karsten „Kulla“ Heine sportlich und fair. Er selber lässt seine Truppe nun noch am Sonnabendvormittag trainieren, schickt sie ein paar Stunden früher als ursprünglich geplant in den freien Sonntag.  „Eineinhalb freie Tage müssen reichen“, meinte er da wenig nachgiebig. 

Nur zu gerne hätte man bei der VSG gespielt. Und sei es nur, um den Abstand zu Viktoria nicht noch weiter optisch anwachsen zu lassen. Ist ja auch alles eine Frage der Psychologie.

Doch noch wachsen bei der VSG keinem die grauen Haare. „Man muss sagen, dass Viktoria das sehr, sehr gut macht. Die haben uns geschlagen, Cottbus und Chemnitz.  Das muss man anerkennen. Wenn die so weitermachen, wird es ganz schwer, die da oben runter zu kriegen. Aber es sind nur fünf Punkte Rückstand. Wenn die einmal verlieren, dann ist alles wieder ganz ganz eng beisammen“, meinte der 65-Jährige. 

Zuversichtlich stimmt Kulla, dass seine Truppe nahtlos da anknüpfte, wo sie durch die Corona-Unterbrechung aufhören musste. „Wir sind gut in die Saison gestartet. Wir haben zwei schwere K.o.-Spiele im Pokal gewonnen, spielen attraktiven und ansehnlichen Fußball und haben schon wieder die meisten Tore geschossen“, führt er Argumente auf, warum die VSG gut im Rennen ist, selbst wenn der Rückstand am Wochenende auf acht Zähler anwachsen sollte. 

„Die Saison ist noch so lang. Da sind noch so viele englische Wochen. Wir lassen uns nicht aus dem Konzept bringen. Auch nicht psychologisch“, meinte Heine.