Will jetzt doch in München bleben: Jerome Boateng. Foto: Soeren Stache/dpa

So viel Liebe, so viel Glück. Beim FC Bayern scheint es zur Zeit zu laufen. Auch ohne dass der Ball rollt. Ein Auslaufmodell will bleiben, ein genesener Topstürmer freut sich über Nachwuchs und dann soll auch noch ein Star von der Insel seine Zelte künftig an der Isar aufschlagen. Doch der­ Reihe nach.

Seine Zeit schien sich dem Ende zuzuneigen. Doch Weltmeister Jerome Boateng hat einen Verbleib beim Fußball-Rekordmeister  nicht ausgeschlossen. „Mein Vertrag in München läuft noch bis 2021. Unter Trainer Hansi Flick kann ich mir vorstellen, ihn zu erfüllen“, sagte der 31-Jährige im Interview mit der Sport Bild.

Boateng erklräte, er habe Flick sehr viel zu verdanken. „Wäre er nicht jetzt Trainer, wäre ich vielleicht nicht mehr beim FC Bayern“, sagte der Innenverteidiger. Boateng, mittlerweile schon neun Jahre in München und zuletzt in jeder Wechselperiode ein heißer Abgangskandidat gehörte unter Flick zuletzt wieder zu den Stammspielern. Auch, weil Niklas Süle natürlich an seinem Kreuzbandriss laborierte.

Lewandowski im Papa-Glück

Abwanderungsgedanken hegte Robert Lewandowski eher weniger. Der freut sich derzeit über die Geburt seiner zweiten Tochter. Auf Instagram verriet der Starstürmerheute sein Baby-Glück und lüftete das Namens-Geheimnis. „Hallo Kleine. Willkommen auf der Welt, Laura“, schrieb der 31 Jahre alte Pole.

Anfang November hatte Lewandowski die Schwangerschaft seiner Frau publik gemacht. Mit einer Schnullergeste und dem Ball unter dem Trikot lüftete er damals beim Torjubel gegen Olympiakos Piräus das Baby-Geheimnis. Drei Jahre nach der Geburt von Töchterchen Klara, die gerade Geburtstag hatte, freuen sich Lewa und seine Anna nun über ihren zweiten Schatz.

Seit 2013 sind der Star-Fußballer und die frühere Karatekämpferin verheiratet. „Gut gemacht, Mami“, schrieb Lewandowski. Teamkollegen wie Jérôme Boateng oder David Alaba gratulierten schnell im selben Netzwerk.

Sané soll Fünfjahresvertrag erhalten

Und auch das ewige hin und her zwischen dem Nobelklub von der Isar und Leroy Sané scheint zu einem Happyend zu werden, nachdem sich Trainer Hansi Flick eine halbe Stunde lang telefonisch mit dem Nationalspieler ausgetauscht hatte. Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Vorstand Oliver Kahn sollen sich mit dem 24-Jährigen von Manchester City auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt haben.

Damit scheint die Basis für einen Wechsel des Flügelspielers zum deutschen Rekordmeister im Sommer gelegt zu sein. Knackunkt ist natürlich die Ablösesumme.

Will jetzt angeblich doch nach München: Leroy Sané. Foto: Uwe Anspach/dpa

Aufgrund der Coronakrise und der finanziell besonderen Umstände wollen die Bayern den Preis drücken, als Verhandlungsbasis sollen beim englischen Meister insgesamt 40 Millionen Euro hinterlegt worden sein. Was wohl nicht ausreichen wird im Poker mit dem Team von Pep Guardiola.

Denn das wäre angesichts der zuvor kolportierten Summen ein Schnäppchen. Im vergangenen Sommer war noch von dreistelligen Millionenbeträgen die Rede, ehe ein kreuzbandriss erstmal eien dicken Strich unter die Rechnung machte.

Preisverfall nicht nur bei Sané

Doch im derzeitigen Transferpoker spielen Salihamidzic und Co. mehrere Faktoren in die Karten. So erfährt der Transfermarkt derzeit einen kapitalen Preissturz, Marktwerte wurden zuletzt drastisch nach unten korrigiert, Sanes wird derzeit auf nur noch 80 Millionen Euro geschätzt.

Außerdem ist der Flügelflitzer nur noch bis 2021 an die Citizens gebunden, im Sommer bietet sich die letzte Chance für einen gewinnbringenden Verkauf. Dieser ist nötig, da City wegen schwerwiegender Verstöße gegen das Financial Fairplay für die kommenden beiden Spielzeiten vom Europapokal ausgeschlossen worden war und andere Erlöse generieren muss.

In Gelsenkirchen hoffen die Königsblauen hingegen, dass die Skyblues sich nicht drücken lassen. Schalke würde 10 Prozent des Transfergewinns einstreichen. Wäre ein Segen für die klammen Kassen der Knappen. Beim Transfer auf die Insel kassierten sie seinerzeit 50 Millionen Euro. Nun winkt ein Nachschlag.