Der FC Chelsea mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel und Spielmacher Kai Havertz steht kurz vor dem Verkauf. Imago/PA Images

Bei all dem Leid, das der russische Angriffskrieg in der Ukraine seit Wochen verursacht, ist diese Nachricht nur ein winziger Nebenschauplatz, aber einer, auf den Millionen von Fußballfans schauen: Der FC Chelsea, der bislang dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch gehörte, steht unmittelbar vor dem Verkauf und der Übernahme durch einen neuen Investor. Es fehlt nur noch die Genehmigung der Premier League und der britischen Regierung.

Chelsea vor Verkauf: Das ist der neue Eigentümer

Die neuen Eigentümer um den US-Unternehmer Todd Boehly sind laut dem Champions League-Sieger von 2021 bereit, rund 5 Millionen Euro zu bezahlen, um den Verein zu übernehmen. „Der Verkauf wird voraussichtlich Ende Mai abgeschlossen sein, vorbehaltlich der Erlangung aller erforderlichen behördlichen Genehmigungen“, heißt es in einem Statement auf der Chelsea-Homepage. Die Investoren-Gruppe um Boehly, dem bereits Anteile am US-Baseball-Team LA Dodgers gehören, setzte sich mit seinem Angebot gegen zwei andere Bieter-Konsortien durch.

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Großbritannien hatte wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine die Vermögenswerte des bisherigen Chelsea-Besitzers Roman Abramowitsch eingefroren - darunter auch den englischen Fußball-Spitzenklub, der deshalb seit März zum Verkauf steht. Die Regierung wird beim Verkauf sicherstellen, dass der russische Oligarch nicht persönlich profitiert.

Das passiert mit Chelseas Verkaufserlös

Laut aktuellen Klubangaben sollen nun 2,5 Milliarden Pfund (3 Milliarden Euro) auf ein derzeit eingefrorenes Konto überwiesen werden, dessen Transaktionen von der britischen Regierung überwacht werden. Hier sollen, wie von Abramowitsch bestätigt, 100 Prozent des Erlöses gespendet werden. Weitere 1,75 Milliarden Pfund (2 Milliarden Euro) sollen direkt in den Verein mit Trainer Thomas Tuchel investiert werden.

„Ich habe gehört, dass es einen bevorzugten Bieter gibt und die Sache gut verläuft“, hatte Tuchel noch am Freitag gesagt: „Klarheit ist das Beste. Wenn die Situation klar ist, sind wir handlungsfähig und können Entscheidungen treffen.“

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Die unklare Situation sei für seine Spieler belastend und habe Folgen für sämtliche Planungen. „Wir haben versucht, die Angelegenheit möglichst nicht in den Fokus zu rücken. Aber natürlich ist sie allgegenwärtig“, meinte der frühere Bundesligatrainer.