Herr, schick Hirn vom Himmel, möchte man da nur ausrufen! Eintracht Frankfurts Ex-Profi Luka Jovic hat nach nächtlichen Eskapaden mächtig Ärger in seiner serbischen Heimat. Und ist sich keiner Schuld bewusst. 

Real-Star Jovic war vor einer Woche nach der Aussetzung des Spielbetriebs in der spanischen Liga nach Serbien geflogen, wo er sich für zwei Wochen in eine häusliche Quarantäne begeben sollte. Medienberichten zufolge soll der Nationalspieler aber am vergangenen Wochenende in der Hauptstadt Belgrad kräftig Party gemacht haben, wofür ihm nun unter anderem eine Strafanzeige droht.

Premierministerin Ana Brnabic kritisierte, Staatspräsident Aleksandar Vucic drohte - die Schuld aber an seinem skandalösen Verhalten suchte Luka Jovic uneinsichtig und dreist umgehend bei anderen! „Einige Menschen haben ihren Job nicht professionell gemacht und mir keine speziellen Anweisungen gegeben“, sagte der Stürmer von Real Madrid nach einer Geburtstagsfeier mit Freundin Sofija in Belgrad.

Selbstständige Profis? Anweisungen? Als ob dazu nicht ein paar einfache Blicke ins Internet genügen würden. Er sei es „leid, dass ständig über mich und nicht die Hauptakteure im Kampf gegen die Krise geschrieben wird, nämlich die Ärzte und alle, die im Gesundheitswesen arbeiten“, rechtfertigte er sich in einem Post auf Instagram.

Dürfte ihm kaum Pluspunkte bringen. Coronavirus-Pandemie, Ausgangssperre, Meidung sozialer Kontakte - das alles interessierte den ehemaligen Profi von Eintracht Frankfurt bei seinem Heimatbesuch in Serbien scheinbar nicht. Und er bediente damit aus Sicht von Regierungschefin Brnabic alle gängigen Klischees bezüglich Fußballstars: „Sie verdienen Millionen und ignorieren derart wichtige Anweisungen.“

Vucic drohte seinem prominenten Landsmann sogar mit der Polizei. „Wenn er sein Appartement unerlaubt verlässt, wird er verhaftet. Es sollte ihm dann klar sein, dass die Leben der Menschen hier wichtiger als seine Millionen sind“, erklärte das Staatsoberhaupt.

Vucic droht Jovic mit der Polizei

Derzeit darf man in Serbien sein Haus zwischen 20.00 Uhr und 5.00 Uhr nur im Notfall verlassen. Diese Ausgangssperre ignorierte Jovic! Auch die serbischen Medien zeigten sich empört über die Ignoranz des Nationalspielers und WM-Teilnehmers von 2018. „Hey Junge, willst du uns alle töten?“, fragte das Belgrader Boulevardblatt „Kurir“, Meinungsführer in Serbien.

Die Königlichen hatten ihrem Angreifer den Flug in Heimat gestattet. Dort sollte der Profi allerdings – wie alle Kollegen in Spanien  – unbedingt zu Hause bleiben. Bei Real hat der Torjäger ungeachtet seines Vertrags bis 2025 ohnehin schlechte Karten. Erwartet wurde von Jovic, mittelfristig Karim Benzema als zentralen Stürmer abzulösen. Diesem Druck jedoch hielt er in seiner ersten Saison bei den Spaniern nicht stand. Jovic kam lediglich auf zwei Torerfolge, bei gerade einmal der Hälfte aller Partien kam er zum Einsatz. Spekuliert wird bereits über einen Wechsel zum SSC Neapel.

Derzeit ist aber ohnehin an Fußball aktuell noch nicht zu denken. Der spanische Rekordmeister hatte seine komplette Fußball-Mannschaft unter Quarantäne gestellt, nachdem es einen positiven Test auf das Coronavirus bei einem Basketballer des Vereins gegeben hatte. Der Spielbetrieb in der spanischen Top-Liga ist vorerst ausgesetzt.

„In Spanien darf man in Apotheken einkaufen, was hier nicht der Fall ist“, schrieb Jovic. „Ich entschuldige mich bei allen, wenn ich mich in irgendeiner Weise in Gefahr gebracht habe. Ich hoffe, dass wir gemeinsam all dies überwinden können. All meine Unterstützung für Serbien!“  Sich selbst in Gefahr gebracht haben? Da hat einer echt den Schuss nicht gehört. Andere! Darauf kommt es an ...