Der vierfache Weltfußballer Cristiano Ronaldo scheiterte mit Juventus Turin an Lyon, darf wie viele andere Superstars in Lissabon nur zuschauen.  Foto: AP

Vor allem er wäre zu gern Europas König geworden: Cristiano Ronaldo. Dabei kennt er das Gefühl längst, weil es ihm mit Manchester United bereits gelungen ist und mit Real Madrid sogar viermal. Aber ein Titel in der Heimat, in Portugal, in Lissabon, wäre selbst für den fünfmaligen Weltfußballer und Europameister von 2016 etwas emotional Besonderes geworden. Aber nein: Der Seriensieger ist draußen. Dabei ist der Superstar nicht allein. Mit ihm gucken etliche andere Millionäre zu und rein sportlich in die Röhre.

Womöglich ist das Ausscheiden von Italiens Rekordmeister Juve ein Zeichen der Zeit auch für CR7. Der Tore-Gott ist mit 35 in die Jahre gekommen, nur deshalb ist er in der Marktwert-Skala der Norditaliener mit 60 Millionen Euro nur noch die Nummer 3 hinter dem Argentinier Paulo Dybala (72 Millionen) und Abwehr-Ass Matthijs de Ligt (67,5 Millionen). Was indes soll Gianluigi Buffon sagen? Die Torwart-Ikone wird mit 800.000 Euro geführt. Na gut, der Weltmeister von 2006 ist mit 42 Jahren ja auch ein Fußball-Opa.

Anderen tut das Zuschauen viel mehr weh als Gigi Buffon. Jürgen Klopp zum Beispiel, als Titelverteidiger mit dem FC Liverpool im Achtelfinale von Leipzig-Gegner Atletico Madrid ziemlich auseinandergenommen und entzaubert. Dabei spielen die Reds mit einem Wert für ihre 31 Spieler von 1,02 Milliarden Euro wie schon ManCity in einer eigenen Zaster-Liga. Allein die Stürmer Mohamed Salah und Sadio Mane sowie Verteidiger Trent Alexander-Arnold bringen es zusammen auf 350 Millionen Euro.

Dass mit Tottenham Hotspur auch der zweite Finalist des Vorjahres fehlt, fällt da schon gar nicht mehr auf. Ebenso wenig, dass Ajax Amsterdam, Überraschungsteam der vergangenen Saison, nicht dabei ist, weil die Holländer ihre besten Spieler ohnehin regelmäßig an die Konkurrenz verlieren. Der niederländische Rekordmeister ist bereits als Gruppendritter in die Europa League gerutscht und da schon im Februar am FC Getafe gescheitert. Und an Borussia Dortmund mit seinen Stars Jadon Sancho (117 Millionen Euro) und Erling Haaland (72 Millionen), kurz vor der Corona-Pause über das Geisterspiel bei Paris St. Germain nicht hinausgekommen, denkt fast schon niemand mehr …