Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß (l.) im RTL-Studio mit Moderator Florian König. Nach dem Abpfiff des Länderspiels gab es den Anpfiff für den DFB.  Foto: dpa

Lob für Jogi Löw und die Nationalelf, aber volle Breitseite gegen die DFB-Bosse! Uli Hoeneß, Bayerns Abteilung Attacke, war bei seinem Debüt als RTL-TV-Experte nach dem Schlusspfiff des 3:0 zum Auftakt der Quali für die Wüsten-WM 2022 in Katar gegen Island in seinem Element und nagelte auf den Kleinkrieg in der Frankfurter-Fußballzentrale ein.

„Es kann nicht sein, dass das, was sich da im Moment abspielt, so weitergeht. Das ist ein Trauerspiel. Das Verhältnis Generalsekretär Herrn Curtius zu Fritz Keller...“ Dabei nahm er ausdrücklich Präsident Fritz Keller in Schutz. Besonders Friedrich Curtius bekam von der Bayern-Ikone sein Fett weg.

„Fritz Keller wurde gewählt als Präsident. Im gleichen Atemzug hat der Rest des Präsidiums die Kompetenzen eingeschränkt, damit sie weiterhin wurschteln können, wie sie wollen. Das kann so nicht sein. Ich bin überzeugt, dass hier personelle Konsequenzen getroffen werden müssen und zwar Veränderungen“, so Hoeneß.

Klang noch moderat, dann nicht mehr. Er nahm sich Kellers Gegenspieler einzeln vor: „Ich denke da speziell an den Generalsekretär, der glaube ich völlig überfordert ist in dieser Position. Der Schatzmeister (Stephan Osnabrügge/die Red.) ist ein Arbeitsrechtler. Wir wissen ja selbst, die Steuerfahndung geht beim DFB so oft ein wie der Briefträger. Das kann so nicht weitergehen. Auch Rainer Koch glaubt ja, dass er der geeignete Präsident wäre. Diese drei ewig Unzufriedenen versuchen hier das Geschäft zu machen und Fritz Keller ist der Leidtragende.“

Hoeneß spricht aus, was viele Fans denken. „Wenn sich da nicht eine vernünftige Lösung findet, dass irgendjemand in diesem Verband ruhig arbeiten kann, dann wird das nix mehr.“ Sein Vorschlag: Bayerns scheidender Vorstandsvorsitzender Kalle Rummenigge könnte beim DFB mal für Ordnung sorgen.