Uli Hoeneß, Ehrenpräsident beim FC Bayern, verrät: Der Rekordmeister beschäftigte sich mal mit Christian Streich. Imago/Future-Image/Jan Huebner

Christian Streich gilt als einer der angesehensten Trainer der Bundesliga. Der 56-Jährige ist seit fast genau zehn Jahren beim SC Freiburg im Amt. Eine aberwitzige Zeit für das so schnelllebige Fußballgeschäft. Die Fans schätzen Streich für seinen Willen, sein Durchhaltevermögen, seine Fähigkeit, den SC Freiburg immer wieder neu zu erfinden und neu aufzubauen – und natürlich auch für seine legendären Pressekonferenzen, in denen Streich mal lustig und mal mit bitterer Ernsthaftigkeit nicht nur den Fußball, sondern das gesamte Weltgeschehen kommentiert. Nur eines fragen sich Fußball-Fans: Würde der Fußballlehrer aus Weil am Rhein auch bei einem anderen Klub funktionieren? Beinahe hätte diese Frage beantwortet werden können. Beinahe...

Uli Hoeneß verrät: Der FC Bayern dachte über Christian Streich nach

Denn wie nun Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß in einem Interview mit Antenne Bayern verriet, war Christian Streich einst auf dem Zettel beim deutschen Rekordmeister! Im Sommer 2018 soll das gewesen sein, verriet Hoeneß. Damals ging es darum, einen Nachfolger für Jupp Heynckes zu finden, der für den entlassenen Carlo Ancelotti aus der Rente zurückgekehrt war. 

Damals habe sich er FC Bayern laut verschiedenen Medienberichten zumindest informiert, ob der SC Freiburg überhaupt bereit gewesen wäre, Streich ziehen zu lassen, und ob Streich überhaupt wechselwillig gewesen wäre. Wie die Antworten aussahen, ist nicht überliefert, sicher ist: Die Bayern-Führung entschied sich damals allerdings für Niko Kovac. Und nun bestätigt Hoeneß die Gerüchte. „Den liebe ich“, sagt Hoeneß. „Und ich habe mal eine Zeit lang darüber nachgedacht, ob das nicht einer für uns wäre.“

Freiburgs Trainer Christian Streich hat im Moment viel zu lachen. Imago/Jan Huebner

Uli Hoeneß würde Christian Streich und dem SC Freiburg die Meisterschaft gönnen

Wie groß die Wertschätzung ist, die Uli Hoeneß Christian Streich gegenüberbringt, zeigt vor allem, dass der Ehrenpräsident des FC Bayern kein Problem damit hätte, wenn Streich mit dem FC Freiburg einmal den Meistertitel holen würde. „Weil sie mit ihrem Trainer so einen fantastischen Menschen haben, dem ich alles gönnen würde“, sagte Hoeneß.

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Ob das jemals passieren wird, ist fraglich. Aktuell stehen die Breisgauer allerdings hervorragend da. Nach acht Spieltagen liegen Christian Streich und sein SC Freiburg mit 16 Punkten auf Platz vier, nur drei Punkte hinter den Bayern. Als einzige Mannschaft in der Bundesliga sind sie noch ungeschlagen – und sie haben die ersten Duelle mit Borussia Dortmund (2:1) und RB Leipzig (1:1) schon hinter sich. Der FC Bayern wartet am 6. November – und die Spieler um Joshua Kimmich dürften dann wohl kaum so gönnerhaft unterwegs sein, wie Uli Hoeneß im Interview.