Hört er die Lockrufe aus England? Bayern-Stürmer Robert Lewandowski. dpa

Der Countdown läuft! Nur noch bis zum 31. August sind Wechsel in Europas besten Ligen möglich. Mächtige Millionen-Beträge wurden bisher nur unter den Top-Klubs bewegt. Der Rest lauert auf den Mega-Deal. Ganz klar, der Transfermarkt geht in die heiße Phase und die Gerüchteküche brodelt. Hilfe, wir werden unsere Millionen nicht los!

Weil bisher nur absolute Stars wie Lionel Messi (von Barcelona nach Paris) und Romelu Lukaku (von Inter zu Chelsea) über den Tisch gingen und einzelne Vereine auf bereits kassierten Millionen sitzen, die nicht alle in Corona-Löcher gestopft werden müssen, rechnet Hertha-Sportchef Fredi Bobic noch mit mächtig Bewegung: „Zum Schluss kann es noch eine wilde Phase geben, in die eine oder andere Richtung.“

Lewandowski grübelt wegen Haaland

Mit Matheus Cunha hat Hertha selbst ein heißes Eisen im Feuer. Sportdirektor Arne Friedrich: „Manchmal kommt ein Stein ins Rollen, dann muss man reagieren und entscheiden, was wir machen.“

Für den ersten großen Domino-Effekt sorgte bereits Lukaku (Inter holte Roms Edin Dzeko als Ersatz, Rom dafür Chelseas Tammy Abraham). Für den zweiten könnten Tottenhams Harry Kane, Juves Cristino Ronaldo oder Bayerns Robert Lewandowski (32) sorgen. Der Super-Stürmer ist in England heiß begehrt. Im Gegenzug soll Nationalspieler Timo Werner nach nur einem Jahr an der Stanford Bridge vom Champions-League-Sieger nach München wechseln.

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Timo Werner kam nach seinem Wechsel von Leipzig zu Chelsea noch nicht so richtig in den Tritt und gilt deshalb als Verkaufskandidat.

Zugeben, dass der Rekordmeister seinen 41-Tore-Mann (Vertag bis 2023) diese Saison noch ziehen lässt, ist unwahrscheinlich. Laut Sky Sports UK sei Lewandowski aber unzufrieden, weil die Bayern durch die Abgänge von David Alaba (Real Madrid) und Jerome Boateng (vereinslos) mächtig an Qualität verloren haben.

Und: Da der Pole trotz seines Tor-Rekords bei der Uefa-Wahl von Europas Fußballer des Jahres nur Fünfter wurde – Europameister Jorginho, der Franzose N’Golo Kanté (beide FC Chelsea) und der Belgier Kevin De Bruyne (Manchester City) machen das Rennen unter sich aus – verliere Lewandowski die Lust an der Bundesliga.

Kylian Mbappé will zu Real Madrid

Für noch größeren Unmut sollen beim Weltfußballer von 2020 aber die Bayern-Gerüchte um Erling Haaland (21) sorgen. Sportdirektor Hasan Salihamidzic über den Norweger und seine Fabelquote beim BVB: „60 Spiele, 60 Tore, da muss man hinschauen, sonst wären wir ja Vollamateure.“

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Der Vertrag von Bayern-Star Leon Goretzka (r.) läuft 2022 aus, weshalb der Mittelfeldmann noch mehr in den Fokus vieler Klubs rückt.

Dass der FCB Haaland erst nächste Saison für die festgeschrieben Ablöse von 75 Millionen Euro holen will, sorgt bei Lewandowski kaum für bessere Laune. Bayern-Trainer Julian Nagelsmann bleibt noch entspannt: „Lewy trainiert sehr engagiert. Das würde ein Spieler, der sich nicht wohlfühlt oder zwingend weg will, garantiert nicht machen.“

Während Lewandowski ziemlich sicher beim FCB bleibt, will Kylian Mbappé unbedingt weg aus Paris. Sein Ziel: Real Madrid. Die Königlichen bieten 150 Millionen Euro, doch PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi bleibt trotz des 2022 auslaufenden Vertrags des Stürmers hart. Damit droht Madrid auf den kassierten Millionen für Raphael Varane (40 Mio./ Manchester United) und Martin Odegaard (35 Mio./ Arsenal) sitzen zu bleiben. 

Real Madrids 0-Euro-Liste

Doch Real wäre nicht Real, wenn der berühmteste Klub der Welt nicht bereits einen Plan B in der Tasche hätte: Während viele Vereine nur darauf warten, im richtigen Moment zuzuschlagen und ihre Millionen loszuwerden, wandelt Madrids Präsident Florentino Pérez auf den Spuren von PSG.

Die Franzosen stellten sich ein Star-Ensemble zusammen, lotsten aber vor allem ablösefreie Spieler nach Paris. Den Plan sollen nun auch die Königlichen verfolgen. Ganz oben auf auf Reals 0-Euro-Liste: Mbappé, Paul Pogba (Manchester United), Bayerns Leon Goretzka, sein DFB-Kollege Antonio Rüdiger (Chelsea) und das erst 16 Jahre alte französische Supertalent Eduardo Camavinga (Stade Rennes).

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