Von Gladbach zu Dortmund: Marco Rose ist mit dem BVB auf Bayern-Jagd. Foto: Imago Images

So ein Trainer-Karussell hatte die Bundesliga lange nicht gesehen. Ein bunter Wechsel fand vor der Saison zwischen den vier Klubs Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg statt. Marco Rose, Adi Hütter und Oliver Glasner wechselten ihre Arbeitgeber, Mark van Bommel kam neu hinzu. Die Bilanz nach neun Spielen. Ein Coach blüht, ein anderer ist schon verwelkt.

Marco Rose (45): Die Rochade unter den Fußballlehrer begann am 17. Februar. Lange wurde es schon gemunkelt und dann offiziell: Gladbachs Rose geht zu Dortmund. Die vorzeitige Bekanntgabe zeigte schon in der vergangenen Saison Wirkung. Bei Gladbach war in der Rückrunde die Luft raus, nur Platz 8 am Ende. Rose ging im Sommer zum BVB und dort funktioniert es prächtig. Die Dortmunder sind nach neun Spielen einziger ernsthafter Bayern-Verfolger.

Von Frankfurt zu Gladbach: Adi Hütter sorgte mit Gladbach im Pokal mit dem 5:0 für eine Sensation. Foto: Imago Images

Adi Hütter (51): Die Gladbacher reagierten zwei Monaten später und verkündeten im April, dass Frankfurts Adi Hütter kommen wird. Der Österreicher hatte bei der Eintracht eine Ausstiegsklausel im Vertrag. Für den ersten Paukenschlag sorgte Hütter durch den 5:0-Pokalsieg der Fohlen über den FC Bayern. In der Liga ist noch einiges ausbaufähig. Nur Rang 12 bisher, vier Plätze schlechter als in der vergangenen Saison. Aber der Trend geht nach oben.

Von Wolfsburg zu Frankfurt: Oliver Glasner steckt mit der Eintracht im Abstiegskampf. Foto: Imago Images/Eibner

Oliver Glasner (47): Ende Mai füllte Frankfurt sein Trainervakuum und verpflichtete Oliver Glasner, der über zwei Jahre einen guten Job in Wolfsburg machte und den VfL in die Champions League führte. Doch bei der Eintracht ist der Österreicher bisher glücklos. Nur acht Punkte, Platz 15. Noch hat er Rückendeckung von den Eintracht-Bossen…

Nur knapp vier Monate in Wolfsburg: Mark van Bommel wurde gefeuert, jetzt soll es Bremens Ex-Coach Florian Kohfeldt richten. Foto: Imago Images

Mark van Bommel (44): Der VfL Wolfsburg war beim Trainerwechselspiel als Letzter dran, aber bei der Entlastung Erster. Mark van Bommel unterschrieb Anfang Juni. Mit dem Ex-Bayern-Star sollte als Glasner-Nachfolger mehr Glanz in den Verein kommen. Es kam ein peinlicher Wechselfehler beim Pokalspiel in Münster. Und nach einem Traumstart in der Liga ging es plötzlich bergab. Van Bommel wurde vergangenen Sonntag nach einem 0:2 gegen Freiburg entlassen.

Apropos Freiburg: Beim SC gibt es keine Trainerwechsel. Christian Streich ist dort seit knapp zehn Jahren im Amt und kann mit seinem Außenseiter-Team aus dem Breisgau von Platz 3 alle auslachen. Tut er aber nicht, weil er der anständigste, solideste Coach der Liga ist.

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