Sieht auch Positives in der Auftaktniederlage gegen Leipzig: Christian Benbennek. Patrick Skrzipek

Außer Spesen nichts gewesen! Der BFC Dynamo steht nach dem Saisonstart der Regionalliga mit leerem Punktekonto da. 1:3 (0:2) bei Chemie Leipzig. Damit ist Druck vorm Heim-Beginn am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Hertha II noch mal gestiegen.

Das weiß natürlich auch Christian Benbennek (47). Trotzdem behielt der Dynamo-Trainer den Kopf oben und bewies im Gegensatz zu seiner Mannschaft vor dem Chemie-Tor Kaltschnäuzigkeit. Leipzig eröffnete die – in Coronazeiten unter freiem Himmel im Alfred-Kunze-Sportpark durchgeführte – Pressekonferenz durchaus interessant, verkündete Benbenneks Kurz-Lebenslauf sowie die komplette Trainer-Vita inklusive Nachwuchs-Jobs und -Titeln. Der nahm’s mit Humor und fragte zurück: „Was macht ihr eigentlich, wenn einer mit 75 Jahren hierher kommt und hatte schon 100 Vereine? Dann dauert das ’ne halbe Stunde, oder?“

Die Lacher hatte er umsonst. Wichtiger war die schonungslose Analyse: „Wir sind richtig gut ins Spiel reingekommen, aber dann gab es zu viele individuelle Fehler. Wir haben auch nicht so kompromisslos verteidigt, wie es sein muss. Durch die kurze Vorbereitung sind wir auch von der Fitness noch nicht da, wo wir sein sollten.“

Trotzdem beließ es Benbennek am Sonntag dann beim normalen Auslauftraining, gab den Montag wie üblich frei. Denn alles Umschmeißen will er trotz vieler personeller Wechsel in der Startelf gegenüber dem Pokal-1:5 gegen Altglienicke natürlich nicht. Denn der Coach ist sich sicher: „Die Mentalität hat gepasst. Wir hatten immer gehofft, dass wir mit einem 1:2 ins Spiel zurückkommen. Nach dem 0:3 war es natürlich vorbei. Aber unser Weg ist der richtige. Wir müssen genau da weitermachen, wie wir die ersten 20 Minuten absolviert haben.“