Heung-Min Son will die Zwangspause nutzen, um seinen Militärdienst abzuleisten.  Foto: John Walton/dpa

London - Klingt nach einem Plan! Der südkoreanische Fußball-Nationalspieler Heung-Min Son vom Premier-League- Siebten  Tottenham Hotspur plant angeblich, einen vierwöchigen Wehrdienst in seinem Heimatland abzuleisten, während der Spielbetrieb in England wegen der Coronavirus-Pandemie pausiert. Das berichteten mehrere britische Medien am Donnerstag übereinstimmend.

Vier Wochen Pause am Stück hat man als Profi auf der Insel eigentlich nie. Der patriotischen Pflicht nachzukommen, ist im Alttag also sonst für den 27-Jährigen nicht möglich, ohne eine Vielzahl von Spielen zu verpassen. Warum also die Zwangspause nicht sinnvoll nutzen? Son, der  Ende Februar mit einem Armbruch ausgefallen war, befinde sich dazu in Gesprächen mit den Lilywhites, heißt es.

Son durfte nach Hause

Der Klub aus London, der 1961 als erster Klub auf der Insel das Double aus Meisterschaft und FA-Cup geholt hatte, hatte seinem Stürmer vor kurzem erlaubt, aus nicht näher genannten „persönlichen Gründen“ nach Südkorea zu fliegen. Nun sickerte durch, was dahinter stecken könnte. 

Der Wehrdienst ist dort verpflichtend und dauert eigentlich je nach Waffengattung 21 bis 24 Monate. Weil Son aber mit Südkorea bei den Asienspielen 2018 die Goldmedaille gewann, wurde der ehemalige Bundesliga-Profi davon befreit.

Einen vierwöchigen Kurzdienst muss der frühere Stürmer des HSV und von Bayer Leverkusen dennoch leisten. Der Spielbetrieb in der englischen Premier League ruht durch die Corona-Krise seit dem 9. März und ist noch bis mindestens bis zum 30. April unterbrochen.