Toni Kroos nennt Gründe für die Dominanz des FC Bayern München. Imago/Focus Images

Am vergangenen Wochenende feierte der FC Bayern München seine zehnte Deutsche Meisterschaft in Serie. Seit 2012 die Meisterschale um den Dortmunder Borsigplatz gefahren wurde, hatte sie also quasi nur drei Orte gesehen: Allianz-Arena, Marienplatz, Säbener Straße. Eine Dominanz, die sogar noch die von Juventus Turin (9 Meisterschaften zwischen 2012 und 2020) in Italien übersteigt und sonst vorrangig in kleineren Ligen anzutreffen ist. Für den Ex-Bayern Toni Kroos liegt das aber nicht nur am Geldvorteil, den der Serienmeister gegenüber dem Rest der Liga hat - sondern auch an der Gier der Spieler und der schwächelnden Konkurrenz.

Toni Kroos: Respekt für Bayern, aber...

In seinem Podcast „Einfach mal luppen“, den er mit seinem Bruder, dem ehemaligen Union-Mittelfeldspieler Felix betreibt, spricht Toni Kroos erstmal ein dickes Lob an seinen Ex-Klub aus. „Es ist eine großartige Leistung. Das ist keine Frage. Aber irgendwie auch langweilig. Es ist natürlich verdient und sehr zu respektieren.“

Laut Kroos sei es unumstritten, dass Bayern „qualitativ die beste Mannschaft in Deutschland“ habe. Dass sie dennoch jedes Jahr die Meisterschaft holen und mit so einem Ehrgeiz diesem Titel nacheifern, sei „etwas Besonderes“. Besonders die mentale Leistung stellt Kroos dabei in den Mittelpunkt und zieht seinen ehemaligen Mitspieler Thomas Müller heran.

Thomas Müller feiert die zehnte Meisterschaft in Folge standesgemäß mit Bier. Imago/Plusphoto

„Der ist jetzt elfmal deutscher Meister. Er könnte auch nach dem achten, neunten oder zehnten Mal sagen, dass es mal nicht schlimm ist, wenn er einmal nicht Meister wird. Ich habe aber gerade bei ihm das Gefühl, dass er Jahr für Jahr mega Spaß daran, das Ding zu verteidigen“, so Kroos.

Toni Kroos verweist auf Schwächen bei Dortmund und Leipzig

Doch das sei laut dem Weltmeister von 2014 eben nicht der einzige Grund, aus dem Bayern nun zum zehnten Mal in Folge Meister geworden ist. Denn auch die Münchener hätten in den letzten Jahren Schwächephasen gehabt, die die Konkurrenz einfach nicht zu nutzen wusste. Besonders Borussia Dortmund und den Retorten-Klub RB Leizpig nimmt Kroos in die Pflicht und fordert mehr Konstanz, denn: „Dortmund oder Leipzig sind durchaus in der Lage mitzuhalten in gewissen Phasen. Aber in der Konstanz nicht. Das hat nicht nur was mit Geld zu tun.“

Besonders Dortmund habe in den vergangenen Jahren immer wieder zahlreiche Punkte gegen schwächere Teams liegen lassen –  „Gegen Mannschaften liegen lassen, die weniger Geld haben“, so Kroos. Dessen Fazit lautet: „Es hat also nicht immer nur was mit Bayern zu tun.“

Toni Kroos steht übrigens aktuell mit seinem Verein Real Madrid kurz vor seinem dritten Gewinn der spanischen Meisterschaft. Die Königlichen haben fünf Spieltage vor Schluss 15 Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten FC Barcelona und dem FC Sevilla. In der spanischen La Liga gab es in den vergangenen zehn Jahren übrigens immerhin drei verschiedene Meister: Real, Barcelona und Atletico Madrid.

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