Der Anfang vom Ende: Stuttgarts Hamadi Al Ghaddioui bringt den VfB mit 1:0 in Führung. BFC-Keeper Dmitri Stajila ist machtlos.  City-Press/Moritz Een

Für eine Sensation muss alles zusammenpassen. Der Underdog über sich hinauswachsen, der Favorit einen schlechten Tag haben. Doch alles das gab es im Sportforum nicht zu sehen. Am Ende verloren der BFC Dynamo vor 2631 Zuschauern mit 0:6 (0:2) gegen Bundesligist VfB Stuttgart. 

Es wurde zunächst der erhoffte Pokalfight. Kaninchen vor der Schlange? Nix da! Die Hausherren versteckten sich nicht, suchten begleitet von Wechselgesängen in der Anfangsviertelstunde den Weg nach vorne. Natürlich wurde trotzdem jeder Befreiungsschlag von den Rängen entsprechend bejubelt. Denn die Schwaben mühten sich ja darum, ihr Spiel den Weinrot-Weißen aufzuzwingen. Was ihnen zunächst nicht wirklich gelang. Mal abgesehen von einer Chance für Hammadi Al Ghaddioui, aber da lenkte BFC-Keeper Dimitri Stajila die Kugel noch an den Pfosten (8.).  

Ein kurzes Aufbäumen des BFC nach der Pause

Nach 20 Minuten hatten die Schwaben dann doch das Heft des Handelns in der Hand, drückten den BFC hinten rein. Nach einer Flanke von VFB-Kapitän Borna Sosa konnte Al Ghaddioui ungehindert zur Gästeführung einköpfen (26.). 

Schockte Dynamo nicht. Mit aller Macht stemmten sie sich weiter dem Bundesligisten entgegen. Der hatte zwar weiter mehr vom Spiel, aber seine liebe Müh' mit den kecken BFC-Jungs. Die mussten aber vor der Pause doch noch einen Dämpfer hinnehmen. Sosa konnte nach Zuspiel von Roberto Massimo ungehindert auf 2:0  erhöhen (45.). So freistehend, da muss man nicht mal Bundesligaprofi sein, um die Kugel einzuschieben. 

Voll besetzte Ränge im Sportforum. Eine Kulisse, die sich der BFC auch mal in einem Punktspiel wünscht. City-Press/Moritz Eden

Natürlich dachte keiner beim BFC daran aufzugeben. Mit frischem Mut kamen die Weinrot-Weißen aus der Kabine. Ein Treffer könnte ja schon den Charakter der Partie ändern. Christian Beck war einem Tor mit dem Kopf am nächsten, als Dynamo ein fünfminütiges Powerplay abbrannte.

Der Drops war endgültig gelutscht, als Konstantinos Mavropanos nach einer Ecke von Philipp Klement humorlos zum 3:0 einköpfte (54.). Mateo Klimowicz profitierte von einem Leichtsinns-Dribbling von Philip Schulz  und schon stand es 4:0 (68.), Mohamed Sankoh setzte noch einen drauf mit dem 5:0 (82.) und dann durfte auch noch mal Darko Churlinov einen Konter zum 6:0 (87.) abschließen.

Selbst der Ehrentreffer war dem BFC nicht vergönnt. Matthias Steinborn stand die Latte im Weg (70.), Beck scheiterte an Fabian Bredlow im VfB-Tor (78.), ein weiterer Ball wurde noch im Gewühl von der Linie gekratzt. Es sollte nicht sein.  Aus der Traum vom großen Pokalcoup.