Huub Stevens übernimmt zum vierten Mal den Trainerposten auf Schalke 04. Dieses Mal ist es ein Himmelfahrtskommando. Foto: AP

Er hatte den Trainerjob an den Nagel gehängt. Doch Huub Stevens (67) kann es nicht lassen. Er sitzt bei Krisenklub Schalke wieder auf der Bank. Stevens: „Mein blau-weißes Herz schlägt immer noch. Ich konnte nicht Nein sagen!“

Stunden vorher hat die Bundesliga-Lachnummer aus Gelsenkirchen den erfolglosen Manuel Baum gefeuert, der erst im September David Wagner ersetzt hatte. Zehn Spiele ohne Sieg. Baum ist so der erfolgloseste Trainer der Klub-Historie und nur eine Randnotiz auf der königsblauen Titanic, die seit 28 Spielen ohne Dreier ist.

Schafft der Kult-Trainer Stevens die Wende kurz vor Jahresende? „Wir versuchen, die Mannschaft hinzukriegen und die Köpfe freizumachen. Wir haben nur eine Woche hier. Es sind zwei Spiele“, sagt der erfahrene Coach.

Eigentlich soll Stevens das desaströse Team nur bei den beiden Heimspiele Sonnabend  gegen Aufsteiger Bielefeld und Dienstag im Pokal gegen den SSV Ulm betreuen. Über die Weihnachtstage wollen die Schalke Bosse beraten, wer dann das Himmelfahrtskommando übernehmen soll. Doch vielleicht kommt es gar nicht dazu, wenn der Ex-Hertha-Trainer (2002 bis 2003) erfolgreich ist.

Stevens lachte bei der Frage und deute an: „Lasst euch überraschen!“ Je oller, desto doller! Der Holländer, der in den vergangenen Jahren immer wieder als Feuerwehrmann bei den Bundesligisten Stuttgart, Hoffenheim und Schalke aushalf, fühlt sich topfit für den Job und lacht: „Ich werde beim Training nicht mehr mitmachen, aber die Stunde auf dem Platz werde ich noch schaffen.“

Mit dem Satz „Die Null muss stehen“ wurde Stevens berühmt. Jetzt übernimmt er Schalke zum vierten Mal. Jetzt muss die Null weg. Seit 28 Spielen null Siege.