Altglienickes Co-Trainer Torsten Mattuschka hält den Cup im August 2020 in den Händen. Am Sonnabend steigen die beiden Halbfinalspiele um den Berliner Landespokal. Doch ob die Ergebnisse zählen, steht noch nicht fest.  Imago/Nordphoto

Landauf, landab erklingt Jahr für Jahr dasselbe Lied: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. Es ist der Song zum Pokal. Darum geht es am Sonnabend in den beiden Halbfinals zwischen Viktoria `89 und dem BFC Dynamo (12 Uhr/Livestream vom rbb) sowie Altglienicke und dem BAK (15 Uhr). Die Sieger treffen in einer Woche aufeinander und dürfen weiter vom DFB-Pokal träumen. Doch was ist, wenn dieser Traum am grünen Tisch im Nachgang platzt? Die Gefahr ist da! Wegen Blau-Weiß 90!

Wenn der Oberligist kommende Woche in der mündlichen Sportgerichtsverhandlung Recht bekommt mit seinem Einspruch gegen den Verbandsentscheid, dass der Landespokal komplett ab dem Sechzehntelfinale noch weiter ausgespielt werden muss, wären die Ergebnisse der sonnabendlichen Vorschlussrunde Makulatur. 

DFB-Pokal ohne Berliner Amateurklubs? 

„Im schlimmsten Fall könnte es dazu kommen, dass Berlin keinen Vertreter in den DFB-Pokal entsenden kann“, malte BFV-Präsident Bernd Schultz das Horrorszenario an die Wand. Denn fünf Runden bis Anfang Juli über die Bühne gehen zu lassen, ist terminlich nicht drin!  Bis dahin muss der BFV gemeldet haben! Zudem würde die angedachte Entschädigung von rund 2600 Euro für die eigentlich noch in der 3. Runde stehenden Teams entfallen, die ja alle auf eine Fortführung verzichtet hatten. 

Der BFV hat sich beim Senat mehrfach erkundigt, inwieweit die neue Infektionsschutzverordnung eine Austragung des Wettbewerbes erlaubt. Seitens des Landes hieße stets, dass der reine Amateurspielbetrieb weiterhin untersagt, nur den Regionalligisten als Profitruppen das Gekicke erlaubt wird. Daher setzte der BFV die Halbfinals nicht aus, wie von BW `90 gefordert. 

Man darf auf das Verbandsgerichtsurteil gespannt sein. Wie heißt es so schön? Auf Hoher See und vor Gericht bist du in Gottes Hand ...