Die Zeit von Huub Stevens ist auf Schalke fast schon wieder abgelaufen. Im Januar soll ein neuer Trainer übernehmen. Foto: imago images/Team2

Schalkes Zerfall kann nicht mal Trainer-Legende Huub Stevens (67) stoppen. 0:1 im Kellerduell gegen Bielefeld. Der Klassenerhalt ist fast nicht mehr machbar.

Stevens selbst flüchtete sich nach seiner Blitzrückkehr in Sarkasmus: „Müssen wir aufgeben? Müssen wir die Spiele bestreiten oder müssen wir aufhören, in der Bundesliga zu spielen?“ Er gab sich selbst die Antwort: „Aufgeben ist das Allerletzte. Wir kämpfen weiter und hoffen auf ein Quäntchen Glück.“

Doch wer glaubt bei den Knappen noch an „Glück auf“? Die Schreckensbilanz mit zuletzt 29 Spielen ohne Sieg sagt fast alles. Und: Noch nie hielt ein Team die Klasse, das nach 13 Spielen nur vier Punkte hatte. Gegen die Abstiegskonkurrenten Augsburg, Freiburg und jetzt Bielefeld sollte eigentlich die Wende her. Es wurde nur ein Pünktchen.

Morgen kann Schalke eine Horrorpause einlegen, wenn es im Pokal gegen den Regionalligisten SSV Ulm geht. Das wird höchstwahrscheinlich schon wieder das letzte Spiel von Stevens. Danach soll es einen Nachfolger geben.

Der Holländer sagt nur: „Ich möchte gern Weihnachten in Ruhe zu Hause sein. Auch an Silvester.“ Da wird bei Schalke aber wie bei allen anderen Klubs schon wieder trainiert, weil die Liga schon am 2. Januar wieder losgeht. Vieles deutet darauf hin, dass dann Friedhelm Funkel (67) die Übungen leitet.