Bremens Coach Florian Kohfeldt ist verzweifelt, weil er Heidenheims Abwehrriegel nicht knacken konnte. Foto: dpa

Kraftlos, ideenlos und auch schon hoffnungslos? Traditionsverein Werder Bremen ist nach dem 0:0 gegen Zweitligist Heidenheim im Relegations-Hinspiel geschockt bis gelähmt. Gibt es im Rückspiel am Montag (20.30 Uhr) noch ein Werder-Wunder oder müssen sich die grün-weißen Fans nur noch wundern?

Werder-Coach Florian Kohfeldt wurde nicht nur vom Gewitterregen nass gemacht, sondern auch von seinem FCH-Kollegen Frank Schmidt. Die Ostwürttemberger überrumpelten die Bremer mit hohem Pressing und geballter Abwehrarbeit.

Kohfeldt gab es offen zu: „Das war ein sehr schlechtes Spiel von uns. Wir haben es nicht geschafft, für den Plan, den Heidenheim hatte und der nicht sonderlich überraschend war, die Lösungen, die wir vorher besprochen haben, zu spielen.“

Der Frust sitzt tief. Stürmer Niclas Füllkrug, 27, diskutierte nach dem Abpfiff heftig mit Kohfeldt, das sah schon nach Streit aus. „Ich habe mich geärgert, dass wir 0:0 gespielt haben. Wir werden bestimmt noch mal sprechen die Tage, aber jetzt lassen wir erst mal Ruhe einkehren“, so Füllkrug.

Bloß keine Panik jetzt. Das ist aber nur noch Zweckoptimismus. Kohfeldts bittere Erkenntnis mit dem verzweifelten Blick nach vorn: „Der einzige Vorteil ist, dass es zur Halbzeit 0:0 steht. Heidenheim hat kein Auswärtstor geschossen. Die Chance dazu hatte der FCH. Was mir Mut macht, ist, dass wir katastrophal gespielt haben und deutlich besser spielen können. Wir müssen Montag im Rückspiel ein Auswärtstor schießen.“

Wenn nicht, steigt Werder nach 40 Jahren aus der Bundesliga ab. Die Leistung bei der Nullnummer war jedenfalls schon mal zweitligareif. Nur noch ein Werder-Wunder kann die Bremer retten.