Fließen jetzt doch endlich die TV-Gelder für die Fußball-Bundesliga?  Foto: dpa


Wenn das stimmt, wäre es der Hammer. Laut der Bild-Zeitung sollen Sky und Liga einen Deal abgeschlossen haben und die fehlenden Fernsehmillionen für die Bundesliga zum erheblichen Teil fließen. Und zwar noch in diesem Monat. 

Rettet Sky also die Bundesliga? Bei den Verhandlungen zwischen dem Pay-TV-Sender  und der DFL am Donnerstag soll ein Durchbruch erzielt worden sein. Und müsste auch im Interesse des Senders sein. Was nützt ihm eine Liga, in dem viele interessante Klubs fehlen würden?   

Die Profizirkus wartet unabhängig davon händeringend weiter auf ein Signal der Politik für die erhoffte Saison-Fortsetzung mit Geisterspielen ab dem 9. oder 16. Mai. Groß-Veranstaltungen mit Publikum sind ja bis zum 31. August abgeblasen worden.

Hoffnung aber besteht.  Markus Söder (CSU) hat dem deutschen Profifußball Hoffnung auf eine Fortsetzung der Saison gemacht. Natürlich aber ohne Zuschauer. Man werde in den nächsten Wochen diskutieren, ob Geisterspiele möglich seien, so Bayerns Ministerpräsident. Er halte das aber für denkbar, sagte Söder am Donnerstag in München. Die Deutsche Fußball Liga erstelle gerade ein intensives und sehr gutes Hygienekonzept.

Vierte Rate soll reduziert fließen

Sky zahlt für die Übertragungen der 266 Spiele der 1. Liga und alle Spielen der 2. Liga in dieser Saison insgesamt etwa 900 Mio. Euro. Jeweils in vier Raten. Die Auszahlung der letzten Rate über rund 225 Mio. Euro war gestoppt worden, da ja seit dem 11. März aufgrund der Corona-Krise keine Bundesliga-Spiele mehr stattfanden und noch immer offen ist, wann es weitergeht!

In harten Verhandlungen zwischen Sky und DFL soll nun ein Kompromiss gefunden worden sein. Sky reduziert die Gesamtsumme, zahlt aber jetzt dennoch an die Klubs aus.

Der Sender ist zusammen mit DAZN der wichtigste Geldgeber der Liga. 13 Klubs drohte laut Kicker Sportmagazin ohne TV-Gelder angeblich der Konkurs! Darunter vier aktuelle Bundesligisten. Immer wieder wird dabei Schalke genannt. 

Sky kann bei neuen Verträgen profitieren

Grundsätzlich wird das natürlich die Verhandlungsposition von Sky für die kommenden Rechteperiode (2021 - 2025) mit Sicherheit nicht verschlechtern. Die Entscheidung darüber hätte im Mai fallen sollen, wurde aber aufgrund der Corona-Krise auf Juni verschoben. 

Auch ARD und ZDF sollen angeblich dazu bereit sein, ihre nächste Tranche in Höhe von ca. 40 Millionen erst einmal zu überweisen. Komplizierter scheinen die Verhandlungen mit DAZN gelaufen zu sein. Die Streaming-Plattform, ist durch den weltweiten Stop von Sportereignissen erheblich unter Druck geraten.