Jubelt nach seinem Elfmetertreffer zum 1:0 gegen Lazio Rom: Bayern-Stürmer Robert Lewandowski Foto: AFP/Christof Stache

Soll erfüllt! Und wieder ist auf Robert Lewandowski Verlass. Mit ihm bleiben die Bayern souverän auf Kurs. Das 2:1 (1:0) gegen Lazio Rom ist nach dem Hinspiel-4:1 die Sahne auf der Torte. Zum 19. Mal stehen die Münchner in Europas Königsklasse unter den acht besten Teams und haben den FC Barcelona als Mit-Rekordhalter abgehängt. Aber nicht übermütig werden, zum Rekord ist es ein Spaziergang.

Das Weiterkommen war ohnehin klar. Doch den Weg zum neuerlichen Sieg ebnet ein klein wenig auch Schiri Istvan Kovac. Noch bevor eine Bayern-Ecke nach innen segelt, liegt Leon Goretzka, zuvor von Francesco Acerbi umklammert, im Lazio-Strafraum. Der rumänische Referee hat völlig freie Sicht und gibt Elfer. Eine Sache für Robert Lewandowski und keine Chance für Lazio-Keeper Pepe Reina, der einst auch für die Bayern spielte – das 1:0 (33.) ist ein halbes Geschenk.

Alexander Nübel vertritt Manuel Neuer im Tor

Obwohl die Dinge schon vor dem Anpfiff keine Zweifel zulassen, geht Hansi Flick nicht das geringste Risiko ein. Zwar fällt Manuel Neuer wegen einer leichten Erkältung aus und wird im Kasten von Alexander Nübel vertreten, ansonsten vertraut der Bayern-Coach seiner besten Garde. Das heißt: Die Mega-Offensive mit Leroy Sané, Thomas Müller (er vertritt Neuer als Kapitän) und Serge Gnabry hinter Lewa-Ballermann, die es zuletzt in vier Spielen mit 16 Toren krachen ließ, bleibt zusammen.

Ganz so verbissen gehen sie es dann aber doch nicht an, auch weil von Lazio-Kapitän Ciro Immobile keine Gefahr ausgehen kann. Europas Top-Torjäger der vorigen Saison (der Ex-Dortmunder hatte Lewandowski abgefangen) ist lediglich Ersatz. Deshalb ist es für die Bayern fast wie ein schärferes Training. Zu schwach sind die Römer und wirklich gefährlich werden sie nicht.

Robert Lewandowski trifft den Pfosten

Von Austrudeln und Kräfte sparen vor dem Liga-Spiel Sonnabend gegen Stuttgart ist bei den Bayern trotzdem nur wenig zu sehen. Zudem hat Lewandowski Pech, dass sein Kracher am Pfosten landet (67.). Dafür macht Eric Maxim Choupo-Moting, gerade zwei Minuten für den Polen in der Partie, mit dem 2:0 alles klar (73.). Ganz zufrieden sind sie dennoch nicht. Denn das 2:1 durch Marco Parolo (82.) verdirbt zumindest Neuer-Vertreter Nübel ein wenig den Abend …