BVB-Berater Matthias Sammer beäugt die Dortmunder Profis kritisch.
BVB-Berater Matthias Sammer beäugt die Dortmunder Profis kritisch. Imago

Alle Jahre wieder probiert es der BVB mit dem Angriff auf den Abo-Meister FC Bayern. Doch seit zehn Spielzeiten grüßen bekanntlich am Ende immer die Münchner von ganz oben, was nicht nur bei vielen Dortmunder Fans für Frust sorgt. BVB-Berater Matthias Sammer, selbst einst Boss und Gewinner beim FC Bayern, legt nun den Finger in Dortmunds Mentalitätswunde.

„Wir müssen unsere Qualität auch an Regentagen zeigen können, wenn es Widerstände und Rückschläge gibt und nicht nur, wenn die Sonne scheint, wenn alle Mechanismen laufen und eine Gruppendynamik die Menschen begeistert“, erklärt Sammer klipp und klar der Sächsischen Zeitung.

Schönwetterfußballer-Vorwurf an die BVB-Stars von Sammer! Dem einstigen Mentalitätsmonster geht es mächtig auf den Zeiger, dass Dortmund dem FC Bayern nicht mehr Paroli bieten kann.

Matthias Sammer kritisiert BVB-Stars

Berät BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (l.) und legt den Finger in die Dortmunder Wunde: Matthias Sammer (r.).
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Berät BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (l.) und legt den Finger in die Dortmunder Wunde: Matthias Sammer (r.).

Der Grund sei aber nicht die Übermacht der Bayern. Vielmehr sollen sich die BVB-Profis selbst an die Nase fassen. Sammer: „Der BVB hat diese Konstanz zuletzt auf Top-Level nicht nachgewiesen. Das wird jetzt die große Herausforderung, diese Parameter der Leistung zu organisieren und dann auch zu stabilisieren.“

Eins kann man dem BVB nicht absprechen: Die Dortmunder probieren es auch dieses Jahr erneut, investierten dafür viel in vielversprechendes Personal: So verpflichteten die Schwarz-Gelben neben den deutschen Nationalspielern Karim Adeyemi (RB Salzburg), Nico Schlotterbeck (SC Freiburg) und Niklas Süle (Bayern München) auch Sebastien Haller (Ajax Amsterdam) als Ersatz für Erling Haaland sowie Sechser Salih Özcan vom 1. FC Köln und die Ersatztorhüter Marcel Lotka (Hertha BSC) und Alexander Meyer (Jahn Regensburg).

BVB: Sammer hofft auf Kehl und Terzic

Das liest sich mehr als ordentlich und eigentlich stark genug, um den FC Bayern endlich zu ärgern. Für Sammer bleibt der Rekordmeister dennoch der große Titelfavorit. Der 54-Jährige rechnet in der kommenden Saison zudem mit Pokalsieger RB Leipzig, Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen und „bestimmt einer Überraschungsmannschaft“.

Sammers Hoffnung, dass die Dortmunder Profis in Sachen Mentalität zulegen und auch dagegenhalten, wenn es ungemütlich wird, liegt vor allem an dem neuen und alten Trainer Edin Terzic, der für Marco Rose übernahm. Von Terzic und Sportdirektor Sebastian Kehl, dem Nachfolger von Michael Zorc, verspricht sich Sammer viel: „Von dieser neuen Kombination in Verbindung mit den Transfers, die wir getätigt haben, hoffen wir, den Borussia-Dortmund-Weg wieder stärker erkennen zu lassen.“

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