Dortmunds Stürmer Erling Haaland hat seine Hüftprobleme überwunden. Sonnabend will er beim Spiel gegen die Bayern jubeln.  Foto: dpa

Es ist alles angerichtet für ein Spitzenspiel. Der Tabellenzweite Borussia Dortmund kann Branchenprimus FC Bayern Sonnabend (18.30 Uhr) vom Thron stoßen. Dieses Heimspiel des BVB vor nur 15.000 Fans kann die Bundesliga plötzlich wieder spannend machen. Vollmundig kündigt Sportdirektor Michael Zorc an: „Unser Ziel ist es, am Samstagabend Tabellenführer zu sein!“

Auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bläst ins selbe Horn: „Die sollen ruhig mal kommen.“ Da Schwarz-Gelbe neue Selbstbewusstsein hat einen 1,94 Meter großen Grund: Torjäger Erling Haaland ist wieder zurück. Das norwegische Tormonster hat seine Hüftverletzung nach 40 Tagen auskuriert und traf vergangene Woche bei seinem Comeback, dem 3:1 beim VfL Wolfsburg, gleich wieder.

Ohne Haaland kein Hurra-Fußball

Ohne Haaland lief es nicht so rund beim BVB, obwohl die Ergebnisse zumindest in der Bundesliga noch eingefahren wurden. In der Champions League flog Dortmund nach einem 1:3 bei Sporting Lissabon vor zehn Tagen raus.

„Mir war über viele Wochen klar, dass wir aufgrund unserer Personalsituation nicht den schönsten Hurra-Fußball zelebrieren können würden. Was schlecht ist, ist das Abschneiden in der Champions League“, sagt Zorc selbstkritisch. Doch sein Blick geht jetzt nach vorn – auf die Bayern.

Auch Trainer Marco Rose ermahnt seine Profis: „Das Spiel gegen Bayern wollen wir vor unseren Fans auch als Spitzenspiel angehen: mit viel Selbstvertrauen und viel Mut.“ Danach ergänzt der Coach: „Erling ist ein Unterschiedsspieler.“ Das sah man in den vergangenen Spielen: Ohne den Norweger erspielten sich Borussia weniger Chancen und erzielten zudem weniger Tore als mit ihm.

Unruhe bei Bayern nach Impfdiskussion

Dortmunds Hoffnung auf die Tabellenführung ist berechtigt. Denn bei Bayern herrscht seit Wochen Unruhe – besonders wegen der Impfdiskussion um Joshua Kimmich und Co. und wegen der Quarantänen. Der Bayern-Motor stottert. Erst ein 1:2 bei Abstiegskandidat FC Augsburg, jetzt nur ein müdes 1:0 gegen Arminia Bielefeld.

Was trotzdem für den Rekordmeister spricht: Er gewann die vergangenen fünf Partien (1:0, 3:2, 3:2, 4:2, 3:1) alle gegen Dortmund, obwohl Haaland beim BVB stürmte. Die Fans in Deutschland warten gespannt auf den Anpfiff des Spitzenspiels, viele drücken den Borussen die Daumen. Denn die Bundesliga braucht nach jahrelanger Bayern-Dominanz endlich mal wieder ein echtes Titel-Duell.

Lesen Sie hier mehr Sport!>>