Selbst Kult-Trainer Huub Stevens kann Schalke nicht retten. Nach dem 0:1 gegen Bielefeld geht es jetzt im Pokal nach Ulm. Foto: dpa

Wenn der Pokal zum Stimmungsaufheller werden muss. Krisenklub Schalke 04 hofft Dienstag bei Regionalligist Ulm (18 Uhr) mal wieder auf einen Sieg. Punkte für die Bundesliga bringt er zwar nicht, aber für die Psyche ist er ein Erholungsbonbon.

„Jeder Moment kann wichtig sein, um vom Boden wegzukommen“, sagt Kurzzeit-Interimstrainer Huub Stevens vor seinem zweiten und letzten Spiel auf der Knappen-Bank. Der eher beinharte Kult-Coach ist zu seinen Dauerversagern sanft: „Die Jungs sind am Boden, da kannst du nicht noch drauftreten. Da musst du es auch mal mit Zuckerbrot versuchen.“

Der Trainer versucht sich als Optimist, damit beim Traditionsklub ein Fünkchen Hoffnung auf den Klassenerhalt bleibt. Die Vereinsbosse schätzen die Lage nach nur vier Punkten aus 13 Liga-Spielen realistischer ein. Sie planen jetzt schon den Abstieg ein. Genauer: In den nächsten Wochen wird neben dem Lizenzantrag für die Bundesliga, auch einer für die Zweite Liga gestellt.

Um die Spielgenehmigung für das Unterhaus zu bekommen, muss sich Schalke bei 240 Millionen Euro Schulden von vielen teuren Spielern trennen. Und das muss auch dem Stevens-Nachfolger, der im Januar sein Amt antreten soll, irgendwie vermittelt werden.