Geisterjubel an der Saale: Der HFC bleibt drittklassig. Foto: Holger John

Das Aufatmen in Sachsen-Anhalt war bis nach Berlin zu hören! Einen Spieltag vor Saisonende sicherten sich sowohl der Hallesche FC als auch der 1. FC Magdeburg den Klassenerhalt in der Dritten Liga. Magdeburg besiegte dabei Ingolstadt mit 2:0, Halle reichte ein 1:1 gegen Kaiserslautern.

Erleichterung ja, doch echte Freude kam bei beiden Teams nach dem Abwenden des Super-GAUs nicht auf. Zwar gab Halles Torschütze Jonas Nietfeld an, am Abend noch „richtig die Sau rauslassen“ zu wollen, aber das war eher ironisch zu verstehen. Zu bitter war der Saisonverlauf für die Hallenser, die über weite Strecken um den Aufstieg mitspielten, ehe ein beispielloser Einbruch in der Rückrunde alles in Gefahr brachte – sogar den Drittliga-Fußball in der Salzstadt.

Deutlichere Worte fand Magdeburgs Interimstrainer Thomas Hoßmang nach dem Sieg seines Teams in Ingolstadt: „Es ging heute um viel mehr als nur um unsere Spieler. Es ging um die Geschäftsstelle, unser Nachwuchsleistungszentrum, um die Fans vor allen Dingen, die uns permanent unterstützen und heute nicht dabei sein konnten. Und auch um die Stadt Magdeburg. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir auch mal ein paar Dinge besprechen. Denn es muss ja irgendwas verkehrt gewesen sein hier, sonst wären wir nicht in diese Situation gekommen.“