Robert Lewandowski: Wie lange sehen wir ihn noch im Bayern-Trikot? Imago/Avanti

Noch vor zwei Jahren lautete die einhellige Meinung der allermeisten Fußball-Experten: Robert Lewandowski habe den Absprung zu einem Top-Klub im Ausland verpasst und wird so lange er das Niveau mitbringt für den FC Bayern auf Torejagd gehen und mit den Münchnern Meisterschaft um Meisterschaft einheimsen. Doch diese Einschätzung dürften nur noch die wenigsten Beobachter teilen. Nach dem in den letzten Jahren vollzogenen Generationenwechsel in der FCB-Führungsetage verdichten sich die Zeichen, dass sich die Wege des Polen und des Rekordmeisters trennen könnten – und zwar schon im Sommer.

Robert Lewandowski

Es ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, die Robert Lewandowski zusammen mit dem FC Bayern München schreibt, seit er im Sommer 2014 ablösefrei vom Bundesliga-Konkurrenten Borussia Dortmund gekommen war. Wettbewerbsübergreifend schoss der inzwischen 33 Jahre alte Pole 341 Tore in 370 Spielen und legte 69 weitere auf.

Mit den Münchenern wurde er siebenmal Deutscher Meister, dreimal Pokalsieger, holte im ersten Corona-Jahr 2020 den Champions League-Titel und wurde zuletzt sogar zweimal Weltfußballer. Sein Wert für den Verein ist riesig.

Robert Lewandowski gewann 2020 die Champions League. Imago/Poolfoto UCL

Doch zuletzt gab es immer wieder Gerüchte über einen Wechsel. Berichte, dass der Pole zum FC Barcelona wechseln könnte, entpuppten sich zwar als Ente, doch laut dem französischen Portal „RMC Sport“ soll Lewandowski gar kein Geheimnis mehr daraus machen, nicht unbedingt Wert auf einen Verbleib zu legen.

Lewandowski vermisst die Wertschätzung beim FC Bayern

Der Grund soll „mangelnde Wertschätzung“ sein, ein Grund, den auch schon Niklas Süle für seinen ablösefreien Wechsel zu Borussia Dortmund angab. Lewandowski, so heißt es, sei vor allem von der neuen Vereinsführung um Oliver Kahn enttäuscht.

So soll es dem Torjäger nicht gefallen, dass er noch immer kein konkretes Angebot habe, um seinen bis 2023 laufenden Vertrag zu verlängern. Zwar hatte Kahn verlauten lassen, es würden Gespräche zwischen Klub und Spieler laufen, doch die sollen zum Missfallen Lewandowskis noch sehr unkonkret sein.

Robert Lewandowski mit Oliver Kahn. Imago/Jan Huebner

Lewandowski und Bayern: Es hakt an der Vertragslaufzeit und dem Gehalt

Und was konkret ist, dürfte Lewandowski nicht gefallen. So berichtet die „Sport Bild“, dass der FC Bayern den Vertrag nur um ein Jahr verlängern will. Dem Polen soll aber eine längere Laufzeit vorschweben. Zum einen, weil er noch fit ist, zum anderen, weil es sein letzter großer Vertrag sein könnte. Zudem soll Lewandowski-Berater Pini Zahavi versuchen, eine Gehaltserhöhung für Lewandowski herauszuhandeln. Der zählt allerdings schon jetzt zu den Spitzenverdienern.

Da beim FC Bayern nach dem überraschenden Champions League-Aus gegen den FC Villareal nun auch sportlich unruhige Zeiten herrschen, dürfte die Diskussion nicht abreißen. Auch weil es für Lewandowski in Europa sicher noch immer eine große Anzahl an Abnehmern gäbe. Denn auch in diesem Jahr kann der Pole wieder beste Daten vorweisen: In 41 Spielen traf er 47 Mal.

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