Düsseldorf-Trainer Uwe Rösler glaubt wieder fest an den Klassenerhalt. Foto:  Imago Images/Roger Petzsche

Während im Kampf um den Titel mal wieder gähnende Langeweile herrscht, hat im Tabellenkeller das große Hauen und Stechen um den direkten Klassenerhalt oder zumindest den Strohhalm Relegation so richtig Fahrt aufgenommen. Dass sich mit Mainz und Bremen sowie Düsseldorf und Augsburg die Tabellenplätze 14 bis 17 begegnen und alle noch in den Strudel in Richtung Zweite Liga geraten können, erhöht natürlich die Brisanz.

Den schwersten Gang aller Mannschaften dürfte dabei Werder Bremen haben. Trotz der spielerisch sehr ansprechenden Leistung beim 0:1 gegen die Bayern hat sich die Lage an der Weser noch mal zugespitzt. Was vor allem an den Leistungsverweigerern von Borussia Dortmund liegt, die gegen Mainz (0:2) schon mal vorzeitig den Sommerurlaub angetreten haben. Anstatt zu den Rheinhessen aufzuschließen, so wie ursprünglich geplant, geht es für Werder nur noch darum, den vorzeitigen Gang in die Zweite Liga aufzuhalten.

„Es geht um alles, und wir brauchen definitiv noch einen Tick mehr als gewöhnlich“, weiß Coach Florian Kohfeldt um die knifflige Lage. Dass Werder auswärts antreten muss, ist unabhängig von Corona eher Vor- als Nachteil. In der Heimtabelle liegen die Grün-Weißen abgeschlagen auf Rang 18, in der Fremde immerhin auf Platz 8.

Auch Fortuna Düsseldorf ist zum Siegen verdammt, will es die minimale Chance auf den direkten Klassenerhalt noch wahren. Zwar konnten die Rheinländer dank Mega-Moral über einen Punkt in Leipzig nach 0:2-Rückstand jubeln. Ohne Schützenhilfen und einen hohen Sieg gegen die Augsburger, die nur so noch mal richtig tief ins Schlammassel gezogen werden können, wird es nix mehr mit einer Aufholjagd. Trainer Uwe Rösler zeigt sich kämpferisch. „Wir haben es jetzt in der eigenen Hand, den Abstiegskampf positiv zu gestalten“, sagt er.