Soll seinen Frust an Co-Trainer Naldo ausgelassen haben: Ex-Herthaner und Schalke-Stürmer Vedad Ibisevic (36). Foto: Imago Images

Tasmania Berlin zittert angesichts der Horrorserie von Schalke 04 um seinen Bundesliga-Rekord. „Ich würde mir nicht wünschen, dass Schalke den knackt. Ich glaube auch nicht daran“, sagte der Vorstandsvorsitzende Almir Numic. „Das ist seit Jahrzehnten unser Rekord. Der gehört zur Tasmania-Identität.“

Der Klub war in seiner einzigen Bundesliga-Saison (1965/66) 31 Spiele ohne Sieg geblieben, die in dieser Liste zweitplatzierten Schalker stehen seit dem vergangenen Wochenende (0:2 gegen den VfL Wolfsburg) bei 24 Spielen.

Tasmania, 1973 neu gegründet, ist souveräner Tabellenführer der fünftklassigen Oberliga Nord – und der Verein profitiert immer noch vom zweifelhaften Ruhm seiner Bundesliga-Tage.

Ibisevic zofft sich mit Naldo

„Jeder kennt Tasmania. Zu Saisonbeginn wird in der Sportschau immer über uns gesprochen. Da stehen wir gratis in der Presse“, sagte der Unternehmer Numic. „Da brauchen wir keine Werbekampagne. Es wäre schön, wenn das weiterhin so wäre.“

Ob der Wunsch in Erfüllung geht? Es sieht nicht sonderlich gut aus. Das 0:2 der Schalker gegen den VfL Wolfsburg am Samstag wäre zutiefst erschütternd gewesen (Mark Uth: „Man will nur noch weinen“), wären derlei Alibi-Leistungen nicht längst Normalität.

Am Sonntag soll es dann beinahe zur Explosion gekommen sein. Laut „Bild“ und Sky wurde das Training der Reservisten nach einem Handgemenge zwischen Co-Trainer Naldo und Ibisevic abgebrochen.

Spielt Schalke so weiter, ist der Tasmania-Rekord am 9. Januar erreicht – und der vierte Abstieg in der Vereinsgeschichte wohl unausweichlich.