Schiedsrichter Andre Marriner unterbrach nach der rassistischen Beleidigung das Spiel, sprach mit Arsenal-Trainer Mikel Arteta. Imago

Der Fußball und seine hässliche Fratze! Beim Premier-League-Spiel des FC Arsenal bei Leeds United (4:1) soll es mal wieder zu einer rassistischen Beleidigung gekommen sein. Die Polizei griff durch und nahm einen verdächtigen Fan fest. Arsenal-Trainer Mikel Arteta hatte den Vorfall ins Rollen gebracht.

Leeds-Fan droht lebenslange Sperre

„Rassismus wird bei Leeds United nicht toleriert. Jeder Anhänger, der für schuldig befunden wird, rassistische Sprache zu benutzen, wird lebenslang für alle Spiele von Leeds United gesperrt“, hieß es in einer deutlichen Stellungnahme der Gastgeber, in der Leeds auch das Eingreifen der Polizei und die Festnahme des Fans bestätigte. 

Was war passiert? Ein Arsenal-Spieler hatte bei seiner Auswechslung die Beleidigungen gehört und gemeldet, berichtete Arteta. Gegen wen genau sie gerichtet waren, wusste der Spanier nicht.

Arteta will keine Kollektivstrafe

Schiedsrichter Andre Marriner unterbrach daraufhin die Partie am Sonnabend nach rund einer halben Stunde, begab sich in die Coaching-Zone der Gäste und erkundigte sich laut Sky Sports dort nach dem Vorfall. Danach lief die Partie weiter. Der Fan wurde aber offenbar ausfindig gemacht und von der Polizei zunächst festgenommen.

„Das ist sehr enttäuschend“, sagte Arteta über die Entgleisungen: „Wir haben im Fußball viel unternommen, um so etwas zu verhindern. Aber es handelt sich um eine Einzelperson. Ich finde nicht, dass das ganze Stadion dafür bezahlen sollte.“

Berliner Antonio Rüdiger wiederholt Opfer

In den vergangenen Jahren waren immer wieder widerliche Rassismus-Fälle in der Premier League bekannt geworden. Berlins Nationalspieler Antonio Rüdiger wurde beim Spiel seines FC Chelsea bei den Tottenham Hotspur 2019 wiederholt und massiv rassistisch beleidigt. „Es ist eine Schande, dass es 2019 immer noch Rassismus gibt. Wann hört dieser Unsinn auf?“, schrieb der 26 Jahre alte Abwehrspieler am Montag auf seinem Twitter-Kanal.

Rüdiger damals weiter: „Es ist wichtig, dass man darüber in der Öffentlichkeit spricht, sonst wird es wieder in ein paar Tagen vergessen sein.“ Zugleich teilte er mit, dass er, wie nun auch Arteta, nicht „Tottenham als gesamten Klub mit in die Sache ziehen“ wolle, „ich weiß, dass nur einige wenige Idioten verantwortlich waren“. Rüdiger betonte auch, er habe viel Zuspruch und Nachrichten erhalten – auch von Fans der Spurs.

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