Grünes Licht vom Amt: Bundestrainer Jogi Löw kann auf seine England-Legionäre wie Ilkay Gündogan setzen. Foto: dpa/Christian Charisius

Michael Ballack brach noch einmal eine Lanze: „Auf solche Spieler kannst du eigentlich nicht verzichten“, meinte der frühere Kapitän der deutschen Auswahl. Was sich vor allem auf Thomas Müller, aber auch auf die mit ihm aussortierten Jérôme Boateng und Mats Hummel bezog. Doch der bald scheidende Bundestrainer Joachim Löw weicht nicht von seine Kurs ab. Er setzt zum Start in seine Abschiedstournee nicht auf das Weltmeister-Trio von Rio, nominierte aber erstmals die beiden Supertalente Jamal Musiala (18/FC Bayern) und Florian Wirtz (17/Leverkusen).

Ein wenig erleichtert wurde Löw das Festhalten an seinem Kurs durch die behördliche Erlaubnis, auf die England-Legionäre um Ilkay Gündogan (Manchester City) zu setzen. Das Gesundheitsamt in Duisburg hatte grünes Licht gegeben trotz der Einstufung des Vereinigten Königreichs als Virusvarianten-Gebiet. Zudem nominierte der 61-Jährige zum Auftakt der WM-Qualifikation gegen Island (25. März), in Rumänien (28.3.) und gegen Nordmazedonien (31.3.) die Insel-Kicker Timo Werner, Kai Havertz, Antonio Rüdiger (alle Chelsea) und Arsenals Bernd Leno. Auch der Frankfurter Amin Younes kehrt erstmals seit Oktober 2017 in den 26er-Kader mit vier Torhütern zurück, der sich am Montag in Düsseldorf versammeln wird.

Löw zeigt sich kämpferisch

Nicht dabei sind der verletzte Dortmunder Marco Reus sowie Julian Draxler und Thilo Kehrer von Paris Saint-Germain, Bayerns Viertelfinal-Gegner in der Champions League. Es fehlt auch der Dortmunder Julian Brandt.

Löw gibt sich vor dem Start in die WM-Quali kämpferisch: „Wir wollen mit einem Ausrufezeichen in das EM-Jahr starten und unseren Fans wieder Freude machen.“ Sein Wort in Gottes Ohr ...