Ein Herz und eine Seele: Lionel Messi (l.) und Luis Suarez. Der Uruguay-Stürmer soll Barca verlassen. Das gab Messi den Rest. Foto: imago images/Cordon Press

Der FC Barcelona steht unter Schock. Weltstar Lionel Messi (33) will nach zwanzig Jahren den spanischen Traditionsklub verlassen. Das Messi-Beben – die vier wichtigsten Fragen.

Warum hat Messi keine Lust mehr auf Barca?

Intern hat der Argentinier schon seit zwei Jahren angemahnt, dass es beim Klub keine Entwicklung nach vorne gibt. Das 2:8 gegen Bayern im Champions-League-Viertelfinale hat ihm den Rest gegeben. Dazu hat der neue Trainer Ronald Koeman Messis besten Kumpel Luis Suarez, den „Beißer“ aus Uruguay, aussortiert. Messi fühlt sich alleingelassen.

Wo geht der Superstar hin?

Beste Karten hat Manchester City. Messi hat bereits mit City-Coach Pep Guardiola telefoniert. Mit ihm hatte er bei Barca die beste Zeit von 2008 bis 2012. Messi betont immer wieder: „Der beste Coach, den ich hatte.“ Auch Inter Mailand könnte mitbieten.

Droht ein Gerichtsprozess?

Davon ist auszugehen. Messi hat per Fax-Einschreiben einseitig gekündigt. Sein Vertrag läuft noch bis 2021 mit einer festgeschriebenen Ablöse von 700 Millionen Euro. Seine Ausstiegsklausel für diesen Sommer war auf den 10. Juni datiert. Die Juristen werden sich darüber streiten, ob wegen der Saisonverschiebung bis Mitte August auch dieses Datum nach hinten verschoben werden kann. So legen es Messis Anwälte aus. Darf er ablösefrei gehen oder besteht Barca auf 700 Millionen Euro?

Stürzt der Barca-Präsident wegen Messis-Abgang?

Auch das ist möglich. Rund 150 Fans versammelten sich vor der Barca-Geschäftsstelle und protestierten – nicht gegen Messi, sondern gegen Boss Josep Maria Bartemeu, der sowieso im nächsten Jahr sein Amt niederlegen muss. Im Klubgebäude selbst gab es die erste Krisensitzung. Es wurde bereits ein Misstrauensvotum gegen ihn gestellt. Die Hoffnung: Geht Bartomeu schon jetzt, bleibt Liebling Messi vielleicht doch.